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Chip-Ausrüster ASML will jährlich Millionen in Standort Berlin investieren
Der niederländische Chipmaschinen-Hersteller ASML will seine Fertigung in Berlin ausbauen. Das Unternehmen plant jährlich Millioneninvestitionen, auch das Personal soll deutlich aufgestockt werden.
ASML ist Weltmarktführer bei hochmodernen Halbleiter-Produktionsanlagen und profitiert aktuell davon, dass Chiphersteller weltweit ihre Kapazitäten erweitern. Der einzige deutsche Produktionsstandort in Berlin liefert wichtige Teile für die Anlagen der Niederländer, daher will ASML in diesem Jahr rund 100 Millionen Euro dort investieren. Das erklärte Geschäftsführer George Gomba gegenüber dem "Handelsblatt".
Weltmarktführer bei Chip-Anlagen
Auch für die nächsten Jahre sind laut dem Bericht im Schnitt jeweils rund 100 Millionen Euro eingeplant. Damit soll die Fertigung erweitert und die Entwicklungskapazität ausgebaut werden. Auch die Belegschaft soll aufgestockt werden und "binnen weniger Jahre" von aktuell 1.700 auf 2.300 Mitarbeitende wachsen.
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„Wir haben hier eine im ganzen Konzern einzigartige Kompetenz in Glas und Keramik“, so Gomba gegenüber dem "Handelsblatt". An dem Berliner Standort entstehen unter anderem spezielle Platten, auf denen Wafer präzise bearbeitet werden. Wafer sind Scheiben aus Silizium, aus denen die Chips entstehen.
ASML-Maschinen ermöglichen es, Chips der modernsten Generation mit Strukturbreiten von unter sieben Nanometern zu produzieren. Je geringer die Strukturbreite, desto mehr Chips passen auf eine Wafer-Scheibe. Ein Nanometer ist 70.000-mal so dünn wie ein menschliches Haar. Weltweit beherrscht nur ASML dieses Verfahren. Die Maschinen der nächsten Generation werden vermutlich mehrere hundert Millionen Euro das Stück kosten.
Im dritten Quartal 2023 war der Auftragseingang von ASML zurückgegangen. Analysten erwarten aber, dass dies nicht von Dauer sein wird. Die US-Investmentbank Jefferies sieht vor allem beim taiwanesischen Großkunden TSMC ein massiv steigendes Interesse an den modernsten Fertigungsverfahren.
Aktie hoch bewertet, aber attraktiv
Die ASML-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,9 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 635,40 Euro (Stand: 21.11.2023, 11:31 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 13,2 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 12,6 Prozent zugelegt.
ECOreporter schätzt die Zukunftsaussichten von ASML als sehr gut ein. Neben der technologischen Marktführerschaft ist der Konzern finanziell gut aufgestellt und erzielt auch in schwächeren Phasen attraktive Gewinne. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2023 von 32 ist die Aktie nicht günstig, angesichts der positiven Perspektiven aber vertretbar bewertet. Ein solides Langfrist-Investment.
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ASML Holding N.V.: ISIN NL0010273215 / WKN A1J4U4