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Chip-Engpässe belasten vor allem den Mittelstand
Die hohe Nachfrage nach Halbleitern für KI-Rechenzentren lässt die Chip-Lieferzeiten immer länger werden. Darunter leiden vor allem kleinere Firmen.
Nach Recherchen des „Handelsblatts“ liegen die Wartezeiten für Chips derzeit teilweise bei einem Jahr und mehr – Tendenz steigend. Grund für die Engpässe ist der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren, für die große Mengen Halbleiter gebraucht werden.
Da diese teuren Chips hohe Gewinnmargen haben, konzentrieren sich die Chip-Hersteller zunehmend auf diese Hochleistungshalbleiter und investieren ausschließlich in die Erweiterung der entsprechenden Produktionskapazitäten. Andere Chips spielen nur noch eine untergeordnete Rolle – trotzdem können die Hersteller immer höhere Preise für sie verlangen, weil die Nachfrage deutlich größer ist als das Angebot.
Kunden zahlen schon im Voraus
Laut „Handelsblatt“ erhalten viele Firmen aktuell nur einen Teil ihrer bestellten Chip-Mengen. Betroffen seien vor allem Unternehmen aus dem Mittelstand, die anders als die großen Tech- oder Automobilkonzerne keine langfristigen Lieferverträge mit Herstellern abschließen können.
Besonders große Probleme gebe es bei der Beschaffung von Speicherchips, die auch in Rechenzentren benötigt werden. Finanzkräftige Unternehmen würden mittlerweile sogar Vorauszahlungen leisten, um sich Chip-Kontingente zu sichern.
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