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Daldrup & Söhne verdoppelt Gewinn
Der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist Daldrup & Söhne hat 2024 bei deutlich besseren Margen seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Das Unternehmen aus Ascheberg in Nordrhein-Westfalen sieht einen "vielversprechenden Wachsturmkurs" und politische Rückendeckung.
Daldrups Gesamtleistung, also der Umsatz plus erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen, stieg im vergangenen Jahr um rund 13 Prozent auf 54,6 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte auf 6,9 Millionen Euro – mit einem Plus von 268 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurde es mehr als verdreifacht. Die EBIT-Marge erhöhte sich deutlich von 5,3 Prozent auf 12,7 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent).
Nettogewinn mehr als verdoppelt
Mit diesen Zahlen übertraf Daldrup seine bereits im August 2024 angehobene Prognose noch einmal deutlich. Damals hatte das Unternehmen 50 Millionen Euro Gesamtleistung und eine EBIT-Marge zwischen 7 und 9 Prozent anvisiert. "Unsere Investitionen in den Bohrgerätepark und die kontinuierliche Prozessoptimierung zahlen sich aus", teilte der Konzern mit.
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Unter dem Strich stand 2024 ein Nettogewinn von 2,8 Millionen Euro. Auch das war fast dreimal so viel wie die 890.000 Euro, die 2023 verbucht wurden. Die Eigenkapitalquote des Konzerns ist mit 68,8 Prozent "komfortabel", wie Daldrup erklärte. Als Faustregel gilt eine Eigenkapitalquote ab 30 Prozent als gesund.
Daldrup erwartet, künftig vom beschleunigten Ausbau der Geothermie im Zuge der Wärmewende zu profitieren. Der Auftragsbestand lag Ende März 2025 bei rund 31 Millionen Euro. Allerdings blieb der Konzern bei seinem Ausblick eher vorsichtig: Für 2025 erwartet der Vorstand eine Gesamtleistung von rund 52 Millionen Euro und eine EBIT-Marge zwischen 9 und 12 Prozent.
Profitieren will Daldrup von geplanten Gesetzesinitiativen wie der Aufstockung der Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) und der Umsetzung des Gesetzes zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für Geothermieanlagen, Wärmepumpen und Wärmespeichern (GeoWG), die das "überragende öffentliche Interesse" einschließt. Diese Einstufung hat bereits dem Windkraftausbau deutlich auf die Sprünge geholfen und wurde auch von kritischen Verbänden einhellig gelobt.
Im Xetra-Handel ist die Daldrup-Aktie aktuell 1,4 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 11,15 Euro (Stand: 2.6.2025, 9:13 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 11 Prozent im Plus, auf Jahressicht stieg der Kurs um 25 Prozent.
Bei Daldrup steigen die Gewinne und die Auftragszahlen, die politischen Rahmenbedingungen sind vielversprechend. Wie groß das Potenzial für neue Geothermie-Projekte wirklich ist, lässt sich aber schwer einschätzen. In den letzten Jahren plagten das Unternehmen Margenprobleme und ein schwankendes Projektgeschäft, zwischenzeitlich schrieb Daldrup rote Zahlen.
In den letzten drei Jahren verdoppelte sich der Wert der Aktie, auf fünf Jahre betrachtet verfünffachte er sich. Allerdings schwankte der Kurs dabei deutlich, und das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2025 ist mit 22 nicht niedrig. ECOreporter sieht bei der Daldrup-Aktie weiterhin ein erhöhtes Risiko. Anlegerinnen und Anleger sollten bei einem Neueinstieg Geduld mitbringen und auf eine lange Ausrichtung ihres Investments achten.
Daldrup & Söhne AG: ISIN DE0007830572 / WKN 783057
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