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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
DHL Group will Zahl der Paketautomaten verdoppeln
Der Bonner Logistiker DHL Group möchte, dass Paketkunden im Deutsche Post-Geschäft ihre Sendungen häufiger selbst abholen. Bis 2030 will der ECOreporter-Aktien-Favorit deshalb die Zahl seiner Abhol- und Abgabe-Stationen von derzeit 15.000 auf 30.000 verdoppeln.
Mit dem Schritt soll es weniger klassische Zustellungen an der Haustür geben. Das dürfte auch Kosten sparen – für die DHL ist es günstiger, mehrere Pakete an einer Station abzugeben als bei jedem Haushalt einzeln. Kundinnen und Kunden sollen aber weiter auswählen können, ob sie die Haustürzustellung oder die Abgabe an einem sicheren Ort, in der Filiale oder beim Automaten haben wollen, wie DHL betonte.
Neue Kategorie von Paketstationen soll starten
Die DHL Group ist längst ein internationaler Logistikkonzern, der sein Geld größtenteils im internationalen Frachtgeschäft verdient. Im Deutsche Post-Segment mit dem Brief- und Paketversand schreibt der Konzern zwar immer noch schwarze Zahlen, die Gewinne sinken aber ebenso wie die Briefmenge. Die DHL streitet daher mit der Bundesnetzagentur, da sie das Porto öfter und stärker erhöhen will. Zuletzt reichte der Konzern deshalb Klage gegen die Behörde ein.
Die DHL Group ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Eine aktuelle Einschätzung der Aktie lesen Sie im Premium-Bereich.
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Die DHL betreibt unterschiedliche Modelle von Paketautomaten. Derzeit gibt es rund 14.200 "Packstationen" für Pakete und etwa 800 sogenannte "Poststationen", in denen Verbraucher mit QR-Codes Pakete abgeben und abholen sowie Briefmarken kaufen können. An Poststationen besteht auch die Möglichkeit einer Videoberatung.
Hinzukommen sollen Stationen der DHL-Tochter DeinFach. Bei diesen handelt es sich um bloße Aufbewahrungsfächer, die nicht nur von DHL-Boten, sondern auch von Zustellern anderer Paketfirmen und von Einzelhändlern genutzt werden können. Diese Automaten sind auch nicht gelb, sondern weiß. DeinFach will Ende Januar die ersten 60 Automaten in Betrieb nehmen, bis Jahresende soll es eine vierstellige Zahl sein.
Der Deutsche Städtetag begrüßte die Pläne für mehr Paketautomaten. Dadurch könnte Verkehr vermieden werden, so Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy. "Paketautomaten können Lieferungen effizienter machen und Verkehr reduzieren, dürfen dann aber auf der anderen Seite nicht für Verkehrsbehinderungen durch falsch parkende Autos sorgen." Außerdem müsste die Aufstellung in Gebäuden und auf privatem Gelände den Vorrang vor Standorten im öffentlichen Raum haben.
Bisweilen gibt es bei der Zustellung zur Abholung auch Schwierigkeiten. Zwar können Kundinnen und Kunden bei Onlinehändlern in der Regel eine Wunschstation auswählen. Ist diese am Tag der Zustellung aber voll, wird die Sendung zu einem womöglich weiter entfernten Automaten oder einem Paketshop umgeleitet.
Im Xetra-Handel ist die Aktie der DHL Group aktuell 1,2 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 35,65 Euro (Stand: 21.1.2025, 10:36 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 4,9 Prozent an Wert gewonnen, auf Jahressicht ist sie 19,6 Prozent im Minus.
Schwache Konjunktur belastet
Die DHL Group leidet aktuell unter der schwachen Konjunktur. Nach dem dritten Quartal hatte der Konzern seine Prognose für das abgelaufene, aber noch nicht abgerechnete Geschäftsjahr 2024 gestrichen. ECOreporter berichtete hier. Im Deutschland-Geschäft sind außerdem die Tarifverhandlungen zwischen der Post und der Gewerkschaft Verdi gestartet. Zu Beginn wies der Konzern die Forderungen nach einem deutlichen Lohnplus und mehr Urlaub zurück. Im Gegenzug gab es erste Streiks. Auch das könnte in den nächsten Monaten den Börsenkurs beeinflussen.
Das Konzernergebnis schwächelt zwar, trotzdem erwirtschaftet die DHL Group weiter ordentliche Gewinne und steht finanziell gut da. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie ist mit 12 für 2024 und mit 11 für 2025 niedrig. Die erwartete Dividendenrendite für das laufende Jahr beträgt attraktive 5,4 Prozent. Ein Einstieg in die Aktie ist weiter eine Option, Anlegerinnen und Anleger sollten jedoch eine lange Haltedauer einplanen und mögliche Kursrücksetzer aushalten können.
Die DHL Group ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Lesen Sie auch unser Unternehmensporträt und das ECOreporter-Dossier Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen.
Deutsche Post AG (DHL Group): ISIN DE0005552004 / WKN 555200
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