Bei Hain Celestial laufen die Geschäfte weiter schwach. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Hain Celestial schreibt weiter rote Zahlen, sieht aber Besserung

Der Bio-Lebensmittelhersteller Hain Celestial aus den USA bleibt im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2023/24 (Juli bis Dezember) in den roten Zahlen und senkt seine Prognose. Der ECOreporter-Aktien-Favorit will jedoch auch Verbesserungen festgestellt haben.

Der Nettoumsatz blieb im letzten Quartal mit 454 Millionen US-Dollar im Jahresvergleich unverändert, anders als im Vorgängerquartal wurde kein Rückgang verzeichnet. Analysten hatten allerdings eine Verbesserung erwartet. Auf das gesamte erste Halbjahr betrachtet fiel der Umsatz mit 879 Millionen Dollar 1,6 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum.

Verbesserungen zum ersten Quartal – Prognose wird gesenkt

Der Nettoverlust betrug zwischen Oktober und Dezember 13,5 Millionen Dollar nach einem Nettogewinn von 11 Millionen Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Für die ersten sechs Monate betrug der Verlust 23,9 Millionen Euro, im Vorjahr hatte der Konzern einen Gewinn von 17,9 Millionen Dollar erzielt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 47,1 Millionen Dollar (Vorjahr: 49,8 Millionen Dollar. Die Bruttomarge sank im letzten Quartal um 0,4 Prozent auf 22,5 Prozent.

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Hain Celestial sieht dennoch Fortschritte durch Verbesserungen bei Umsatz, Bruttomarge und bereinigtem EBITDA gegenüber dem ersten Quartal 2023/24. Das internationale Geschäft sei mit einem Plus von 8,5 Prozent stark gewachsen, auch der Umsatz in Nordamerika lasse einen Aufwärtstrend erkennen.

Laut Hain Celestial-Finanzchef Lee Boyce zeigt der "Hain Reimagined" genannte Unternehmensumbau Wirkung. Zu den Plänen gehört etwa ein stärkerer Fokus auf margenstarke Snacks und der Ausbau der Vertriebskanäle, insbesondere online. Der Konzern kündigte weitere Investitionen und Produkteinführungen an.

Hain Celestial geht davon aus, durch die Umstrukturierungen jährlich 130 bis 150 Millionen Dollar einsparen zu können. Kosten sollen die Maßnahmen in den nächsten beiden Geschäftsjahren etwa 120 Millionen Dollar.

Die Aktie verliert in einem Jahr 50 Prozent

Seine Gesamtprognose für das Geschäftsjahr 2023/2024 senkte Hain Celestial dennoch. Das Unternehmen erwartet nur noch ein Nettoumsatzplus von etwa 1 Prozent gegenüber der bisherigen Prognose von 2 bis 4 Prozent Wachstum. Ein Grund dafür sind dem Management zufolge auch schwächere Wechselkurse. Das bereinigte EBITDA soll aufgrund der geringeren Umsatzerwartungen zwischen 155 und 160 Millionen Dollar liegen. Bislang hatte das Unternehmen mit 155 bis 165 Millionen Dollar kalkuliert.

Die Hain Celestial-Aktie verlor gestern nach Bekanntgabe der neuen Zahlen 16,2 Prozent, aktuell ist sie an der Börse Düsseldorf 0,6 Prozent im Plus zum Vortag (Stand: 8.2.2024, 9:30 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 11,9 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 50,3 Prozent an Wert verloren.

Hain Celestial hat sich in den letzten Jahren schon einmal erfolgreich neu aufgestellt. Allerdings schwächeln die Margen insbesondere im USA-Geschäft weiterhin. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von 40 ist die Aktie hoch bewertet. Aktuell ist ein Einstieg nur für sehr risikofreudige Anlegerinnen und Anleger eine Option.

Hain Celestial ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse.

Einen Überblick über vegane Aktien können Sie hier lesen.

Hain Celestial Group Inc.:  ISIN US4052171000 / WKN 908170

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