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Insolvente Deutsche Lichtmiete: Bringt Lampenverkauf Millionen für die Anleger?
Die Novalumen GmbH will ihren Geschäftsbetrieb im kommenden Jahr liquidieren, der Erlös soll an die Gläubiger der bankrotten Oldenburger Deutsche Lichtmiete-Gruppe gehen.
Die in München ansässige Novalumen GmbH besitzt die Aufhängungen und Stromeinspeiser der Leuchten, die der Deutsche Lichtmiete-Konzern vor seiner Pleite vor allem an Industrie- und Gewerbekunden vermietet hatte. Die Leuchten selbst gehören teilweise Direktinvestoren beziehungsweise der vom ehemaligen Lichtmiete-Chef Alexander Hahn geleiteten Light Now AG aus Stuttgart, die einigen Direktinvestoren ihre Lampen abgekauft hat.
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Novalumen will nun zusammen mit den Besitzern die Leuchten an die jeweiligen Mieter verkaufen oder Lampen von Direktinvestoren gegen eigene Leuchten austauschen. Laut einem Schreiben der Kanzlei des Lichtmiete-Insolvenzverwalters Rüdiger Weiß können die Direktinvestoren „in diesem Fall ihre Leuchten bei Novalumen abholen und selbst verwerten“. Weiß zufolge stehen die Verhandlungen mit den Direktinvestoren und den Kunden „unter einem gewissen Zeitdruck“, da er voraussichtlich bis Oktober 2024 für sämtliche Endkundenverträge die Nichterfüllung erklären werde.
Kein Geld für Leuchten, die es nicht gibt
Der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass die Liquidation von Novalumen nach Abzug der Verfahrenskosten einen Millionenbetrag einbringen wird, der an die Gläubiger der Deutschen Lichtmiete ausgeschüttet werden soll. Weiß weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass Gläubiger nur dann Geld erhalten können, wenn sie einen Nachweis erbringen, dass ihnen konkrete Lampen gehören.
Daher dürften Investoren leer ausgehen, deren Leuchten zwar verkauft, aber gar nicht hergestellt worden waren. Weiß zufolge hat die Deutsche Lichtmiete rund 430.000 Leuchten an Direktanleger vermarktet, allerdings nur rund 137.000 tatsächlich gefertigt. „Die restlichen rund 293.000 wurden also nie produziert“, so der Insolvenzverwalter.
Die Deutsche Lichtmiete-Gruppe hatte vor ihrer Insolvenz über Anleihen und Direktinvestitionen insgesamt ungefähr 210 Millionen Euro bei Anlegerinnen und Anlegern eingesammelt. Der Konzern behauptete noch Anfang 2022, er verfüge über knapp 262.000 Leuchten (ECOreporter berichtete hier).
Die vom Lichtmiete-Gläubigervertreter, der One Square Advisory Services, gegründete Zweckgesellschaft Novalumen hieß ursprünglich Deutsche Leuchtmittel und hatte 2022 den insolventen Lichtmiete-Konzern übernommen. Das Oberlandesgericht Oldenburg untersagte Novalumen Anfang 2023, vermietete Lampen zu verkaufen, die nicht dem Unternehmen, sondern einzelnen Direktinvestoren gehörten (mehr dazu lesen Sie hier).