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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Intel: Erfolg mit KI-Chips in China
Der US-Chipriese Intel profitiert von Exportbeschränkungen für die Künstliche-Intelligenz-Chips von Nvidia und AMD. Da die als technisch überlegen geltenden Produkte der Konkurrenz in China nicht mehr angeboten werden dürfen, scheint der Intel-Chip Gaudi2 dort zum Erfolg zu werden.
Chiphersteller dürfen in China nur angepasste Varianten ihrer KI-Chips anbieten, auch Intel. Allerdings werden die USA ihre Exportbeschränkungen für Halbleiter wohl noch einmal verschärfen. Davon dürfte etwa der Verkauf von Nvidias China-Versionen der Profi-Chips A100 und H100 betroffen sein.
Kaufrausch in China
Nvidias China-Geschäft im KI-Segment wäre damit nahezu beendet. Auch AMD dürfte nach Einschätzung von Branchenbeobachtern keine Chance haben, seinen MI300-Chip in China auf den Markt zu bringen, da schon der Vorgänger MI250 auf der schwarzen Liste steht.
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Intels China-Version des KI-Chips Gaudi2 scheint von einem Verbot bislang nicht bedroht. Aktuell profitiert Intel zudem davon, dass sich Unternehmen in China mit Halbleitern einzudecken versuchen, solange diese noch erhältlich sind.
In den letzten zwei Monaten sollen sich dank der Engpässe bei den besonders nachgefragten Nvidia- und AMD-Produkten auch Intel-Chips deutlich besser verkauft haben. Intel-Chef Pat Gelsinger bestätigte diese Woche auf der Hausmesse Intel Innovation 2023 den Erfolg von Gaudi2.
Die Intel-Chips sind laut Unternehmen deutlich günstiger als insbesondere die Nvidia-Konkurrenz. Nach eigenen Angaben plant Intel als nächsten Schritt nun einen KI-Supercomputer mit 4.000 Gaudi2-Karten.
Aktuell arbeitet Intel bereits am Nachfolger Gaudi3. Dieser soll nächstes Jahr auf den Markt kommen.
Die Intel-Aktie kostet im Tradegate-Handel aktuell 34,10 Euro und hat sich zum Vortag damit kaum bewegt (Stand: 20.9.2023, 10:22 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 11,2 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 17,5 Prozent zugelegt.
Die Intel-Aktie gewinnt seit März wieder zunehmend an Wert. In den letzten sechs Monaten stieg der Kurs um 25 Prozent, auf fünf Jahre betrachtet ist die Aktie weiter rund 15 Prozent im Minus.
2023 Verlust erwartet
Intel war im zweiten Quartal überraschend in die Gewinnzone zurückgekehrt, für das Gesamtjahr werden allerdings weiterhin rote Zahlen erwartet. Grund dafür sind neben dem Einbruch am PC-Markt die Milliardeninvestitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Fertigung. Dazu gehört auch der Aufbau des Auftragsgeschäfts.
Zwar traut ECOreporter es dem Konzern zu, langfristig wieder solide Gewinne zu erwirtschaften. Die nächsten Jahre werden für Intel aber herausfordernd bleiben. Anlegerinnen und Anleger, die einen Einstieg in Erwägung ziehen, sollten ihre Investition daher entsprechend langfristig planen. Für 2024, wenn wieder Gewinne eingeplant sind, liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie bei hohen 45. Die erwartete Dividendenrendite für das laufende Geschäftsjahr beträgt 1,6 Prozent.
Intel ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Dividendenkönige. Lesen Sie hier unser ausführliches Unternehmensporträt. Mehr zum Thema KI lesen Sie im ECOreporter-Dossier In Künstliche Intelligenz investieren: die nachhaltigsten KI-Aktien.
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Intel Corp.: ISIN US4581401001 / WKN 855681