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Maersk nimmt erstes Schiff mit grünem Methanol in Betrieb
Die dänische Großreederei Moller-Maersk lässt erstmals ein Containerschiff mit grünem Methanol fahren. Auf dem Weg zur Taufe des Schiffs in Kopenhagen wurde der Brennstoff in Ägypten und Rotterdam an Bord genommen.
Maersk wird das Schiff auf einer Route von Nordeuropa in die Ostsee einsetzen. Das Schiff wird mit Methanol betrieben, kann aber auch auf schwefelarmes Schweröl umgestellt werden.
Aktuell sind 18 Methanol-Schiffe geplant
Das Schiff soll für Maersk nur den Anfang darstellen. Die Reederei hat 2021 und 2022 für seine Asien-Europa-Route 18 Methanol-Containerschiffe mit einem Fassungsvermögen von insgesamt rund 16.000 Standardcontainern beim südkoreanischen Hersteller Hyundai bestellt. Diese Schiffe sollen 2024 und 2025 in Betrieb genommen werden.
Wie schätzt ECOreporter die Maersk-Aktie ein?
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Methanol ist eine einfache, giftige Form von Alkohol (CH4O). Bei seiner Verbrennung wird CO2 freigesetzt, bei einer Herstellung des Kraftstoffs aus Biomasse kann dieser aber als "biologisch" oder "grün" bezeichnet werden. Das Biomethanol für die Maersk-Schiffe wird laut Konzern mit Biogas aus Gülle hergestellt.
Das grüne Methanol für die Jungfernfahrt stammt vom niederländischen Unternehmen OCI Global. Längerfristig soll der norwegische Energiekonzern und Gasversorger Equinor das Methanol liefern. Mit der Vereinbarung sei die Methanolversorgung für das neue Schiff bis in die erste Jahreshälfte 2024 sichergestellt, teilte Maersk mit.
Die Maersk-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,5 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 1.645,00 Euro (Stand: 8.9.2023, 9:14 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 5,7 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 23 Prozent an Wert eingebüßt.
Aktie bleibt trotz Verlusten attraktiv
Seit ihrem Allzeithoch von fast 3.100 Euro aus dem Januar 2022 hat die Aktie stetig an Wert eingebüßt. Den letzten starken Rückgang gab es Ende März, als Maersk eine Rekorddividende von 4.300 Dänischen Kronen (577 Euro) je Aktie ausschüttete und dadurch entsprechend an Börsenwert verlor. Langfristig steht die Aktie weiterhin gut da: Auf drei Jahre gesehen hat sie 38 Prozent zugelegt, auf fünf Jahre 65 Prozent. Anfang August erhöhte der Konzern trotz eines Gewinneinbruchs seine Prognose.
ECOreporter sieht Maersk trotz der aktuellen Flaute im Transportgeschäft weiterhin gut aufgestellt. Der Konzern verfügt als eine der weltgrößten Reedereien über eine hervorragende Marktstellung und hat schon früh angefangen, sich mit Effizienzsteigerungen auf rückläufige Auftragszahlen vorzubereiten. Auch mit geringeren Margen dürfte Maersk weiterhin robuste Gewinne einfahren.
Nach den Kursrückgängen liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2023 bei günstigen 9, für 2024 hingegen bei hohen 40. Die erwartete Dividendenrendite für 2023 beträgt attraktive 4,7 Prozent. Wer jetzt einsteigt, sollte einen langen Atem mitbringen und zwischenzeitliche weitere Kursrücksetzer aushalten können.
A.P. Moller-Maersk A/S Class A: