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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Roche erhöht Gewinnprognose – Investoren dennoch unzufrieden
Der Schweizer Pharmakonzern Roche ist in den ersten neun Monaten 2025 weiter gewachsen und wird für das Gesamtjahr optimistischer. Trotzdem dreht die ECOreporter-Favoriten-Aktie ins Minus. Investoren sind mit der Entwicklung bei wichtigen Produkten des Konzerns unzufrieden.
Roche steigerte seinen Umsatz im Zeitraum Januar bis September im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 45,9 Milliarden Schweizer Franken. In der Sparte Diagnostik blieben die Erlöse in etwa stabil, während im Geschäftsbereich Medikamente die Einnahmen stiegen.
Wichtige Wachstumsprodukte enttäuschen
"Wir haben unsere positive Wachstumsdynamik fortgesetzt", sagte Roche-CEO Thomas Schinecker. Bei mehr als zehn potenziell wegweisenden Therapien für Krankheiten mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf habe der Konzern zudem die letzte Studienphase eingeleitet. Bis 2030 erwartet Roche Phase-III-Studienergebnisse für bis zu 19 neuartige Arzneimittel. Eine Phase-III-Studie ist der letzte Schritt vor einem Zulassungsantrag.
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Gewinnzahlen teilt Roche jeweils nur zum ganzen und halben Jahr mit. Allerdings wird der Konzern beim Gewinn für das Gesamtjahr optimistischer. Der Gewinn je Aktie soll bei konstanten Wechselkursen jetzt im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigen. Zuvor hatte Roche hier ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Der Konzern bekräftigte zudem, dass die Dividende erhöht werden soll.
Investoren zeigten sich dennoch nicht zufrieden. So erzielte Roche im dritten Quartal isoliert betrachtet einen Umsatz von 14,9 Milliarden Franken und verfehlte damit leicht die Erwartungen der Analysten.
Diese kritisieren in ersten Kommentaren zudem schwache Verkäufe bei den wichtigen Wachstumsprodukten Hemlibra (Blutgerinnungsstörung), Vabysmo (Augenerkrankungen) und Ocrevus (Multiple Sklerose), wie das Schweizer Finanzmagazin "Cash" berichtet. Auch besser als erwartete Verkaufszahlen bei anderen Mitteln konnten die Enttäuschung demnach nicht lindern.
Zudem hob Roche zwar die Gewinnerwartungen an, ließ die Umsatzprognose aber unverändert. Die Erlöse sollen bei konstanten Wechselkursen weiter im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Analysten hatten auf mehr Optimismus beim Umsatz gesetzt. Sie befürchten, dass der Konzern weiter mit schwachen Verkäufen in wichtigen Bereichen rechnet.
Der aktienähnliche Roche-Genussschein ist an der Börse Frankfurt aktuell 2,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 294,70 Euro (Stand: 23.10.2025, 9:59 Uhr). Im Monatsvergleich legte die Aktie 6,8 Prozent zu, auf Jahressicht stieg der Kurs um 1,2 Prozent.
Roche will seine Forschungsabteilung noch effizienter gestalten und die Kosten und Entwicklungsdauer neuer Medikamente weiter senken. Zudem hofft das Unternehmen, in den Markt mit Medikamenten gegen krankhaftes Übergewicht (Adipositas) einsteigen zu können – hier befinden sich Wirkstoffe aber noch in der Entwicklung. Zuletzt konnte Roche unter anderem Erfolge bei zwei Krebsmedikamenten vermelden.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis des Roche-Genussscheins liegt derzeit bei 15 für 2025, für ein üblicherweise hoch bewertetes Schweizer Unternehmen ist das eher günstig. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 beträgt attraktive 3,8 Prozent. Im September war es für den Kurs kräftig nach oben gegangen, nachdem er sich zuvor lange seitwärts bewegt hatte. Teilweise hat der Genussschein diese Gewinne im Oktober wieder abgegeben.
Investment für Geduldige
Anlegerinnen und Anleger sollten bei Roche einen langen Atem mitbringen. Rückschläge in der Forschung, wie sie bei Pharmakonzernen immer wieder vorkommen, könnten zu Kursverlusten führen. Zudem gibt es in den USA aktuell eine Preisdebatte, weil die US-Regierung Pharmakonzerne zu Preissenkungen zwingen möchte. Das hat den Börsenkurs auch bei Roche wiederholt unter Druck gesetzt. Die aktuelle Unzufriedenheit von Profi-Investoren ist ein weiterer Faktor.
Aus nachhaltiger Sicht bedenklich: Um Donald Trump zu gefallen, schafft Roche wie andere Konzerne auch sein Diversitätsprogramm ab. ECOreporter berichtete hier. Die Ziele für Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion werden dabei nicht nur in den USA, sondern direkt weltweit gestrichen.
Der Roche-Genussschein zählt zu den ECOreporter-Favoriten-Aktien der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.
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Roche Holding AG Genussschein:
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