SAP und Celonis streiten sich in mehreren Punkten weiter vor Gericht. / Foto: SAP

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SAP verliert in Software-Patentstreit gegen Celonis

Der Walldorfer IT-Konzern SAP hat einen Rechtsstreit um ein Patent gegen seinen Münchner Konkurrenten Celonis verloren. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Der ECOreporter-Aktien-Favorit und Celonis streiten sich schon seit Jahren in diversen Fällen und in verschiedenen Ländern vor Gericht.

Das Landgericht München I hat laut "Handelsblatt" entschieden, dass SAP mit seiner Software "Signavio Process Intelligence" ein Patent von Celonis verletzt. Dabei geht es um eine Technologie, mit der Unternehmen ihre internen Arbeitsabläufe analysieren und beispielsweise ermitteln können, wie lange einzelne Bearbeitungsschritte dauern. Auf dieser Grundlage lassen sich Prozesse verbessern und Kosten senken.

Prozess in Kalifornien läuft weiter

Nach dem Urteil darf SAP das geschützte Verfahren in Deutschland weder selbst einsetzen noch Kunden anbieten. Zudem muss der Konzern Schadenersatz zahlen, dessen Höhe noch nicht feststeht. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. SAP will vor dem Oberlandesgericht Berufung einlegen und geht auch gegen die Gültigkeit des Patents vor.

Das Verbot kann dennoch bereits vor einer endgültigen Entscheidung durchgesetzt werden, sofern Celonis eine Sicherheitsleistung von 900.000 Euro hinterlegt. Celonis hat laut "Handelsblatt" angekündigt, dies zu tun. SAP erklärte, für diesen Fall eine technische Anpassung vorbereitet zu haben, die die Einschränkungen für Kunden möglichst gering halten soll.

Der Streit ist Teil einer größeren Auseinandersetzung zwischen den beiden Unternehmen, insbesondere läuft in Kalifornien weiter eine umfangreiche Klage von Celonis gegen SAP. Im Kern werfen die Münchner dem Software-Riesen vor, dass er es Unternehmen gezielt erschwert, Daten aus SAP-Systemen in Programmen anderer Hersteller zu verarbeiten – etwa in solchen von Celonis. Das Bundeskartellamt hatte eine entsprechende Beschwerde von Celonis im Juli hingegen abgewiesen.

Die SAP-Aktie zeigt sich von der Entscheidung zunächst unbeeindruckt. Im Xetra-Handel ist sie zum Vortag aktuell 1,8 Prozent im Plus und kostet 200,40 Euro (Stand: 15.10.2026, 9:39 Uhr). Im Monatsvergleich legte die Aktie 7,0 Prozent zu, auf ein Jahr gesehen gab sie um 14,4 Prozent nach.

SAP ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Zu unserem Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

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SAP SE:  ISIN DE0007164600 / WKN 716460

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