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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Siemens will offenbar zwei Sparten auflösen, plant neue Konzernstruktur
Der Umbau beim Münchner Technologiekonzern Siemens geht offenbar weiter. Das Unternehmen will laut Berichten seine zwei wichtigsten Sparten in mehrere Geschäftsbereiche aufteilen. Auch Zuständigkeiten an der Konzernspitze sollen sich ändern.
An die Stelle der Sparten Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure (SI) sollen demnach sechs oder sieben kleinere Bereiche treten. Das berichten das "Handelsblatt" und die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf jeweils eigene Quellen im Konzern.
Umbau für mehr Effizienz
Der genaue Zuschnitt der künftigen Sparten ist laut den Berichten noch unklar. Der Umbau soll Konsequenzen für viele Führungspositionen bis hinauf in den Vorstand haben. Das Vorhaben müsse aber noch im Aufsichtsrat und mit den Arbeitnehmervertretern besprochen werden, was im Mai zu erwarten sei. Siemens selbst lehnte laut "Handelsblatt" und Reuters eine Stellungnahme ab.
Die Pläne passen zu Siemens' "One Tech Company"-Strategie, mit der das Unternehmen am Umbau zu einem stärker integrierten Technologiekonzern arbeitet. Siemens will, dass Sparten besser zusammenarbeiten, um Doppelarbeiten zu verhindern und Entwicklungen besser voranzutreiben. Insbesondere ein stärkerer Fokus auf das Softwaregeschäft soll das Wachstum des Konzerns beschleunigen.
DI besteht derzeit aus den vier Bereichen Fabrikautomatisierung, Motion Control, Prozessautomatisierung und Software, SI aus der Gebäudetechnik, dem Energiemanagement und elektronischen Produkten. Die Zugtechnik-Sparte Mobility soll den Berichten zufolge von dem Umbau unberührt bleiben.
Laut "Handelsblatt" gibt es wegen der Pläne Unruhe unter den Beschäftigten. Diese befürchten durch eine stärkere Zusammenlegung von Prozessen Stellenstreichungen.
KI-Sorgen belasten den Aktienkurs
Die Siemens-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 3,1 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 212,10 Euro (Stand: 1.4.2026, 11:45 Uhr). Auf Monatssicht büßte die Aktie 9,0 Prozent ein, im Jahresvergleich ist sie 1,1 Prozent im Minus.
Der Aktienkurs von Siemens litt zuletzt etwas unter der Befürchtung von Analysten, Tools aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI) könnten klassische Industriesoftware verdrängen. Die Rücksetzer sind allerdings nicht so stark wie etwa beim Walldorfer Softwarekonzern SAP. Zudem entwickelt Siemens längst eigene KI-Anwendungen. Mehr darüber und wie ECOreporter die Siemens-Aktie aktuell einschätzt, erfahren Sie hier.
Siemens ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Lesen Sie auch unser umfangreiches Dossier zur Entwicklung der nachhaltigen Dividendenkönige.
Siemens AG: ISIN DE0007236101 / WKN 723610
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