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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
UmweltBank erhöht Prognose, will Girokonto anbieten
Die Nürnberger UmweltBank hat in den letzten Monaten viele neue Kundinnen und Kunden gewonnen und erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein besseres Ergebnis. Wie reagiert der Börsenkurs des ECOreporter-Aktien-Favoriten?
Die UmweltBank hat das erste Halbjahr 2024 mit einem Vorsteuergewinn von 8,5 Millionen Euro abgeschlossen. Zudem konnte das grüne Geldhaus seine Gesamtkapitalquote von 15,6 auf 16,7 Prozent steigern – die für die Beurteilung der finanziellen Stabilität von Banken wichtige Kennzahl liegt damit klar über dem geforderten Mindestwert von 15,55 Prozent.
Die Zahl der Kundinnen und Kunden stieg im ersten Halbjahr um 10 Prozent auf mehr als 145.000. Das Einlagevolumen wuchs um 600 Millionen Euro. Ein Grund für die starken Zuwächse ist das aktuell mit 2,77 Prozent attraktiv verzinste Tagesgeldkonto UmweltFlex.
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Ab dem zweiten Quartal 2025 will die UmweltBank ein Girokonto inklusive Geldkarten anbieten. Die angedachte Erweiterung des Wertpapierangebots wurde hingegen verschoben. Stattdessen möchte die Bank bis Ende des Jahres eine „kundenzentrierte Anlageberatung“ einführen.
In den letzten Monaten hat sich die UmweltBank wie geplant von Beteiligungen an Windparks und Immobilien getrennt. Weitere Veräußerungen sollen folgen. Weil das Institut künftig mehr Projekte über Kredite finanzieren will und das vorhandene Eigenkapital hierbei „ein limitierender Faktor“ ist, erwägt der Bankvorstand eine Kapitalerhöhung.
Erholt sich die Aktie?
Wegen nachträglicher Veränderungen von Wertpapierbewertungen im Jahresabschluss 2023 erwartet die UmweltBank jetzt für 2024 ein Vorsteuerergebnis von minus 5 bis minus 10 Millionen Euro. Bislang lag die Prognose bei minus 15 bis minus 20 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2024 geht das Management weiterhin von einem positiven Jahresüberschuss aus – rote Zahlen sollen durch die Auflösung von Vorsorgereserven für allgemeine Bankrisiken ausgeglichen werden.
Die Aktie der UmweltBank ist heute mit einem Plus von 2,7 Prozent und einem Kurs von 6,08 Euro in den Tradegate-Handel gestartet (Stand 31.7.2024, 8:49 Uhr). Seit Herbst 2021 hat die Aktie unter anderem wegen des mittlerweile weitestgehend abgeschlossenen, teuren internen Umbaus der Bank stark an Wert verloren. Im Jahresvergleich notiert sie 46 Prozent im Minus, auf fünf Jahre gesehen hat sie 39 Prozent eingebüßt.
ECOreporter schätzt die UmweltBank weiterhin als robust finanziert ein und sieht langfristig solide Geschäftsaussichten. Sollte es dem Institut gelingen, nach der Übergangsphase wieder profitabler zu wirtschaften und 2025 das Ergebnisniveau des Jahres 2022 zu erreichen (Nettogewinn 19,5 Millionen Euro), läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des aktuellen Börsenkurses bei 11 - ein vertretbarer Wert. Wer jetzt einsteigt, sollte allerdings viel Geduld mitbringen und kein Problem mit unruhigen Kursverläufen haben.
Die UmweltBank-Aktie ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Lesen Sie auch unser Unternehmensporträt.
Einen Überblick über die Wertentwicklungen und Perspektiven der Spezialwerte-Aktien finden Sie im Dossier Nachhaltige Favoriten-Aktien: Mit Grünen Spezialwerten langfristig gut investiert.
UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080