Veolia macht derzeit weltweit gute Geschäfte, besonders im Wassersegment. / Foto: Unternehmen

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Veolia erzielt Rekordergebnis und übertrifft eigene Erwartungen

Der französische Wasser- und Entsorgungskonzern Veolia hat 2023 Umsatz und Gewinn weiter gesteigert und dabei besser als die eigenen Prognosen abgeschnitten. Das Unternehmen sieht weiter eine starke Nachfrage nach seinen Dienstleistungen.

Der Umsatz stieg im letzten Geschäftsjahr um 5,7 Prozent auf rund 45 Milliarden Euro und markierte damit einen neuen Rekordwert. Veolia übertraf damit seine eigenen Ziele. Wie das Unternehmen erklärte, sei dies das Ergebnis "einer einzigartigen Marktposition und strikter Kostenkontrolle".

Nettogewinn höher als erwartet

"Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen war noch nie so hoch wie heute, zum Beispiel mit einem vollen und schnell wachsenden Auftragsbuch für unseren Geschäftsbereich Water Technologies in Höhe von 5,3 Milliarden Euro – ein Zeichen dafür, dass Wasserknappheit und -qualität zu einer der Hauptfolgen des Klimawandels für Städte und Industrie geworden sind", erklärte Veolia-CEO Estelle Brachlianoff.

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Im vergangenen Jahr habe man Einsparungen in Höhe von 389 Millionen Euro erzielt. Hinzu kamen Kostensynergien durch die Übernahme des Konkurrenten Suez in Höhe von 168 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 7,8 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn wuchs um 14,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro - eigentlich hatte der Konzern nur 1 Milliarde Euro erwartet. 2023 war das siebte Jahr in Folge mit Gewinnwachstum.

Auch seinen Schuldenstand konnte das Unternehmen leicht senken, er bleibt aber hoch: Ende 2023 standen langfristige Vermögenswerte von 45 Milliarden Euro langfristigen Verbindlichkeiten von rund 28 Milliarden Euro gegenüber. Veolias Schulden hatten sich durch die Suez-Übernahme etwa verdoppelt. Der Erlös aus dem Verkauf der Wassertochter Sade-CGTH dürfte unter anderem dazu verwendet werden, Verbindlichkeiten abzubauen.

Bezüglich der weiteren Aussichten betonte Veolia, optimistisch für das US-Geschäft zu sein - unabhängig vom Ausgang der Präsidentschaftswahlen im November. Die Nachfrage werde nicht durch die Gesetzgebung, sondern durch "die Bedürfnisse der Menschen" bestimmt. "Trump hin oder her, die Menschen sind die treibende Kraft, wir haben uns von einem Angebotsmarkt zu einem Nachfragemarkt gewandelt, und zwar nicht nur die Nachfrage bei unseren kommunalen oder industriellen Kunden, sondern die Nachfrage der breiten Öffentlichkeit", so Unternehmenschefin Brachlianoff. 2023 erwirtschaftete Veolia 11 Prozent seines Umsatzes in den USA.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwartet Veolia ein "solides organisches Umsatzwachstum". Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA soll um 5 bis 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Der Nettogewinn wird bei mehr als 1,5 Milliarden Euro erwartet.

Neue langfristige Ziele

Gleichzeitig setzte sich Veolia auch neue langfristige Ziele: So strebt das Unternehmen bis 2027 ein EBITDA von mehr als 8 Milliarden Euro an. Der Nettogewinn soll jährlich um 10 Prozent steigen.

Die Dividende will das Unternehmen in diesem Jahr von 1,12 Euro auf 1,25 Euro je Aktie erhöhen. Auch künftig sollen die Ausschüttungen jährlich steigen.

Am Finanzmarkt fielen die Reaktionen auf die Veolia-Zahlen verhalten aus, Analysten hatten offenbar mit einer noch optimistischeren Prognose gerechnet. Die Veolia-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,1 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 28,80 Euro (Stand: 1.3.2024, 9:23 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 5 Prozent an Wert verloren, im Jahresvergleich ist sie 3,6 Prozent im Plus.

Veolia ist mit der 2022 abgeschlossenen Suez-Übernahme zu einem der umsatzstärksten europäischen Wasserversorger und Müllentsorger aufgestiegen. Seine Wachstumsversprechen kann das Unternehmen bislang einhalten und sogar übertreffen. Ein Risiko bleibt der hohe Schuldenstand, auch hier erzielt der Konzern aber Fortschritte.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt für 2024 bei vertretbaren 16, die erwartete Dividendenrendite bei hohen 4,8 Prozent. Für Anlegerinnen und Anleger mit langfristiger Halteabsicht bieten sich weiterhin Einstiegschancen.

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Veolia Environnement S. A.:  ISIN FR0000124141 / WKN 501451

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