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Vulcan Energy eröffnet Optimierungsanlage für Lithiumförderung
Der australische Lithiumförderer Vulcan Energy ist auf dem Weg zur kommerziellen Lithiumförderung und -weiterverarbeitung in Deutschland einen Schritt weiter gekommen. Das Unternehmen eröffnete in dieser Woche seine Lithiumextraktions- und -optimierungsanlage (Lithium Extraction Optimisation Plant, LEOP) im rheinland-pfälzischen Landau. Wie aussichtsreich ist die Vulcan Energy-Aktie?
Die Einweihung der Anlage folgt laut Vulcan Energy auf fast drei Jahre Tests und Pilotproduktion von Lithium. Bislang wurden Unternehmensangaben zufolge mehr als 10.000 Stunden interner Pilotleistungstests durchgeführt, um den Erfolg der Methode zu belegen.
Klimaneutrale Produktion
Vulcan Energy will im Oberrheingraben Lithium aus Thermalwasser (heiße Sole) filtern, das mit Geothermiekraftwerken an die Oberfläche gepumpt wird. Das Lithium soll weiterverarbeitet und insbesondere an Automobilkonzerne für die Batterieherstellung verkauft werden (ein ausführliches Porträt von Vulcan Energy lesen Sie hier).
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Die Geothermieanlagen sollen gleichzeitig grünen Strom für die Lithiumverarbeitung produzieren und Vulcan Energy so eine klimaneutrale Produktion ermöglichen. Überschüssige Energie soll zudem an örtliche Kommunen verkauft werden.
Bislang verfügte Vulcan Energy über zwei Pilotanlagen in Insheim und Landau. Die neu eröffnete Anlage soll dem Unternehmen auch als Schulungsstätte für das Produktionsteam dienen, mit ihr will Vulcan Energy bereits mehrere Tonnen Lithium fördern und weiterverarbeiten. Die erste kommerzielle Anlage soll im Laufe der nächsten zweieinhalb Jahre errichtet und in Betrieb genommen werden.
Lithium ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Elektroauto-Akkus, bislang ist die Gewinnung durch Bergbau oder Verdunstung aber noch mit hohen Umweltbelastungen verbunden. Vulcan Energy zufolge sind die voraussichtlichen Förderkapazitäten bereits für die nächsten fünf Jahre verkauft. Kunden sind etwa Autokonzerne wie Volkswagen, die Opel-Mutter Stellantis oder Renault, aber auch Batteriehersteller wie der südkoreanische LG-Konzern.
Die Vulcan Energy-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 2,8 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 1,41 Euro (Stand: 24.11.2023, 10:45 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 3,1 Prozent im Plus, in der vergangenen Woche hatte der Kurs von einer etwas gesenkten Kostenprognose für die kommerzielle Förderanlage des Unternehmens profitiert. Im Jahresvergleich hat die Aktie 70 Prozent an Wert verloren.
Vulcan Energy hat spannende und engagierte Pläne und treibt diese stetig voran – die Fördermethode des Unternehmens scheint zu funktionieren. Allerdings sind die Kosten zwischenzeitlich deutlich gestiegen, und noch hat Vulcan Energy kein echtes Geschäft außer dem Verkauf von grünem Strom in beschränktem Umfang.
Die Aktie des Unternehmens ist derzeit eine Wette. Diese sollte nur eingehen, wer den Verlust des eingesetzten Geldes verschmerzen kann. Alle anderen Anlegerinnen und Anleger sollten sich nach Ansicht von ECOreporter zurückhalten.
Mehr über den Geothermie-Sektor lesen Sie im ECOreporter-Überblick Geothermie-Aktien – hohe Renditen mit Wärme aus der Tiefe?.
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Vulcan Energy Resources: ISIN AU0000066086 / WKN A2PV3A