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Bahn-IT-Aktie: init wächst stärker als erwartet
Der Software-Entwickler init innovation in traffic systems aus Karlsruhe hat 2024 seinen Umsatz deutlich gesteigert, der Auftragseingang konnte beinahe verdoppelt werden. Allerdings fällt der Gewinnzuwachs schwach aus. Bei der Prognose ist init optimistisch.
Der Umsatz des Digitalisierungsspezialisten für Busse und Bahnen wuchs im "krisenbehafteten Geschäftsjahr 2024" um 26 Prozent auf 265,7 Millionen Euro und damit stärker als vom Unternehmen erwartet. Der Auftragseingang kletterte von 225 auf 433 Millionen Euro, ein neuer Rekord für init und das "absolute Highlight" des Geschäftsjahres, wie der Konzern erklärte.
Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte deutlich weniger stark von 21 Millionen auf 24,5 Millionen Euro zu. init zufolge belasteten höhere Kosten und negative Währungseffekte. Der Nettogewinn stagnierte mit einem Plus von lediglich 0,2 Prozent bei 15,2 Millionen Euro.
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Seine Dividende will das Unternehmen von 0,70 Euro auf 0,80 Euro je Aktie anheben. Die Dividendenrendite für das abgelaufene Geschäftsjahr liegt damit beim aktuellen Kurs bei guten 2,1 Prozent.
2025 soll für init im Zeichen der Verbesserung der Profitabilität stehen. "Mit der 2024er Ergebnisqualität, gemessen an der EBIT-Marge von 9,2 Prozent, sind wir nicht zufrieden. Wir wollen im laufenden Geschäftsjahr wieder die Zielmarke von 10 Prozent erreichen oder diese sogar übertreffen", erklärte das Unternehmen.
Gestützt auf den Rekordauftragsbestand von mehr als 384 Millionen Euro, erwartet init, 2025 erstmals die 300-Millionen-Marke beim Umsatz zu übertreffen. Das operative Ergebnis (EBIT) soll - ebenfalls zum ersten Mal - mehr als 30 Millionen Euro betragen.
Wachstumstreiber seien weiterhin die Digitalisierung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in den Nahverkehrssystemen, so das Unternehmen. KI kommt bei init nach eigenen Angaben bereits seit Jahren zum Einsatz, etwa bei Prognosesystemen, wo historische und Echtzeit-Daten verarbeitet werden, um etwa Voraussagen zum Fahrgastaufkommen treffen zu können.
Zudem profitierte der Konzern zuletzt von Großaufträgen, etwa in den USA, wo man beispielsweise in Atlanta zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ein System für das kontaktlose Ticketing in allen Bussen und Bahnen installieren soll. Auch mit dem Auftrag für das Fahrzeugortungssystem iBus in London stoße init "technologisch und finanziell in eine neue Dimension vor".
Die init-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 1,6 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 38,90 Euro (Stand: 21.3.2025, 11:53 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 11,5 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich stieg der Kurs um 16,1 Prozent.
ECOreporter sieht weiter eine positive Perspektive für init. Das Unternehmen ist in einem Wachstumsmarkt gut aufgestellt und schafft es, lukrative Aufträge in steigender Zahl zu verbuchen.
Auch der Aktienkurs hat sich stark entwickelt: ECOreporter hat die init-Aktie in den letzten Jahren mehrfach zum Kauf empfohlen, seit März 2020 hat sie ihren Wert mehr als verdoppelt. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16 für 2025 und 11 für 2026 ist die Aktie vertretbar bewertet. Interessenten können weiterhin mit einer kleinen Position einsteigen.
init innovation in traffic systems SE: ISIN DE0005759807 / WKN 575980
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