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Bericht: Union Pacific prüft Übernahme von Konkurrent Norfolk Southern
Der US-Güterzugkonzern Union Pacific prüft offenbar eine Übernahme des kleineren Konkurrenten Norfolk Southern. Das berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine Fusion müsste aber wohl intensive behördliche Prüfungen durchlaufen – und könnte auf Widerstand bei Gewerkschaften stoßen.
Union Pacific ist aktuell bereits der größte Eisenbahnkonzern Nordamerikas. Durch die potenzielle Übernahme könnte ein Eisenbahnriese mit einem Marktwert von rund 200 Milliarden US‑Dollar entstehen, mit einem Schienennetzwerk von der Ost- bis zur Westküste der USA.
Aufsichtsbehörden müssten zustimmen
Die Gespräche befinden sich laut "WSJ" noch in einem frühen Stadium. Es gebe noch keine Tendenz, dass sie zu einer Einigung führen werden. Eine Transaktion dieser Größenordnung würde jedoch die Genehmigung des Surface Transportation Board (STB) erfordern, der US‑Aufsichtsbehörde für Eisenbahnen.
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Das STB hatte 2023 schon die 31 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Kansas City Southern durch Canadian Pacific nur unter mehreren Bedingungen und einer beispiellosen siebenjährigen Aufsichtsperiode genehmigt. Es war die strengste behördliche Überwachung, die jemals für eine große Eisenbahnfusion verhängt wurde. Norfolk Southern wird an der Börse in New York aktuell aber mit rund 61 Milliarden US‑Dollar bewertet – die Fusion wäre also schätzungsweise fast doppelt so groß wie bei Canadian Pacific und Kansas City Southern.
Zudem bräuchte Union Pacific die Unterstützung der Gewerkschaften. Diese kämpfen allerdings wegen Bedenken hinsichtlich Arbeitsplatzverlusten und geringerer Leistungen schon lange gegen die Konsolidierung der Transportbranche. In den letzten Jahrzehnten ist die Branche bereits von Dutzenden großer Transportunternehmen auf nur noch eine Handvoll geschrumpft.
Die Union Pacific‑Aktie ist im Tradegate‑Handel aktuell 0,4 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 195,36 Euro (Stand: 18.7.2025, 11.09 Uhr). Im Monatsvergleich legte die Aktie leicht um 1,4 Prozent zu, auf Jahressicht büßte sie 12,4 Prozent an Wert ein.
Der Börsenkurs von Union Pacific schwankt seit 2021 nach einer langen Phase stetiger Zugewinne, in der ersten Jahreshälfte 2025 ging es für die Aktie abwärts. Insgesamt legte das Papier in den letzten fünf Jahren knapp 24 Prozent zu. Union Pacific kämpft aktuell mit der schwachen Konjunktur, zudem vergleichen Analysten die Ergebnisse mit den überdurchschnittlich starken Gewinnen der Coronajahre.
Langfristig sieht ECOreporter weiteres Potenzial bei Union Pacific. Der robust finanzierte Konzern verfügt über eine hervorragende Marktposition, und mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20 für 2025 ist die Aktie nicht zu hoch bewertet. Die erwartete Dividendenrendite liegt derzeit bei ordentlichen 2,3 Prozent. Anlegerinnen und Anleger können nach wie vor mit einer kleinen Position einsteigen.
Union Pacific Corp.: ISIN US9078181081 / WKN 858144
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