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Bike24 mit deutlich mehr Umsatz und weniger Verlust
Der Online-Fahrradhändler Bike24 ist im ersten Quartal 2025 zweistellig gewachsen und hat seinen Verlust reduziert. Trotzdem bleibt das Unternehmen aus Dresden tief in den roten Zahlen.
In den ersten drei Monaten des Jahres steigerte Bike24 den Umsatz im Jahresvergleich um knapp 18 Prozent auf 58 Millionen Euro. Das Unternehmen konnte die Zahl seiner Kunden im Vergleich zum ersten Quartal 2024 um 5 Prozent steigern, die Zahl der Bestellungen legte sogar um 17 Prozent zu. Gleichzeitig gaben die Kunden im Durchschnitt auch etwas mehr Geld aus.
Aktie auf Erholungskurs – ein lohnender Kauf?
Trotz der weiterhin angespannten Wirtschaftslage und der anhaltend gedämpften Konsumstimmung spürt Bike24 eine höhere Nachfrage, wie das Unternehmen erklärte. Das trockene Wetter im Monat März habe die positive Dynamik zusätzlich unterstützt. In der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) als Kernmarkt stieg der Umsatz um 22 Prozent. Die neuen Märkte Polen und Finnland legten ebenfalls zu.
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Beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erzielte Bike24 ein kleines Plus von 600.000 Euro, im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Minus von 1,5 Millionen Euro zu Buche gestanden. Der Nettoverlust reduzierte sich von 5,9 Millionen Euro auf 4,2 Millionen Euro.
Bike24 meldet zudem gesunkene Personalkosten in Höhe von 6,1 Millionen Euro sowie einen um 6,7 Prozent verringerten Lagerbestand. Laut Unternehmen wurde die Warenverfügbarkeit aber gleichzeitig weiter verbessert. "Vor allem die rückläufigen Personalkosten trotz Umsatzplus belegen, dass wir operativ die richtigen Hebel betätigt haben", sagte Bike24-Personalchef Timm Armbrust.
Solide Eigenkapitalquote
Das Eigenkapital des Unternehmens reduzierte sich seit Jahresbeginn leicht um 3,4 Prozent auf 120,3 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote sank von 56,4 Prozent zum 31. Dezember 2024 auf 53,7 Prozent. Allerdings bleibt das Eigenkapital damit solide: Ein Unternehmen gilt allgemein ab einer Eigenkapitalquote von 30 Prozent als gesund.
Seine Prognose für 2025 bestätigte Bike24. Das Unternehmen rechnet mit einem Jahresumsatz zwischen 233 und 242 Millionen Euro und einem EBITDA zwischen 7,0 und 12,1 Millionen Euro.
Die Veröffentlichung der Jahreszahlen für 2024 hatte Anfang März für den deutlichsten Anstieg der Bike24-Aktie seit drei Jahren gesorgt (ECOreporter berichtete hier). Seitdem hält die Erholung an. Zuvor hatte der Kurs seit Ende 2021 einen langen Absturz erlebt. Seit März hat sich der Kurs nun mehr als verdoppelt, auf ein Jahr betrachtet ist die Aktie 66 Prozent im Plus. Aktuell notiert das Papier im Xetra-Handel 2,1 Prozent im Minus zum Vortag bei 2,31 Euro (Stand: 3.6.2025, 11:35 Uhr). Im Februar hatte die Aktie zwischenzeitlich unter einem Euro gekostet.
ECOreporter rät trotz der Kurserholung der letzten Monate weiterhin zur Vorsicht bei der Bike24-Aktie. Von den Höchstständen während des Fahrrad-Booms in der Corona-Pandemie, als die Aktie zwischenzeitlich um die 23 Euro kostete, ist der Kurs weit entfernt. Und auch wenn es für Bike24 operativ besser läuft: Auch 2025 dürfte unter dem Strich ein Jahresnettoverlust stehen. Die Aktie eignet sich nach Einschätzung der Redaktion nicht für defensive Anlegerinnen und Anleger.
Bike24 Holding AG: ISIN DE000A3CQ7F4 / WKN A3CQ7F
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