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BioNTech: Erfolg in der Krebsforschung, Aktie gewinnt 13 %
Der Mainzer Pharmakonzern BioNTech meldet einen bedeutenden Fortschritt bei der Entwicklung von innovativen Krebstherapien. Die Aktie legt wieder zu.
BioNTech hat in einer zulassungsrelevanten Studie (Phase-3-Studie) seines Krebsimmunpräparats Trastuzumab Pamirtecan (BNT323) in China einen wichtigen Meilenstein erreicht. Den Studiendaten zufolge verhindert die Therapie über den vorgesehenen Mindestzeitraum das weitere Fortschreiten von Brustkrebs bei Frauen (in der Fachsprache heißt das „der primäre Endpunkt der progressionsfreien Überlebenszeit wurde erreicht“). BNT323 ist damit das bislang am weitesten entwickelte Krebsmedikament von BioNTech.
Weniger Nebenwirkungen erwartet
Die chinesische Studie ist noch nicht abgeschlossen, BioNTech schätzt das Zwischenergebnis aber als stärker ein als die Wirkung der bisher am Markt angebotenen Brustkrebs-Therapien. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren wird bei BNT323 der toxische Wirkstoff direkt in die vom Krebs gefallenen Zellen eingeschleust. Dadurch sollen die Nebenwirkungen dieser Chemotherapie vergleichsweise gering sein.
BNT323 ist auch deshalb wichtig für BioNTech, weil der mit dem chinesischen Partnerunternehmen DualityBio entwickelte Wirkstoff in anderen Studien zusammen mit dem Antikörper BNT327 getestet wird, dem wichtigsten Wirkstoff des Konzerns in seiner Krebssparte. BNT327 soll 2026 als erstes Krebsmedikament des Unternehmens zugelassen werden.
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Als Reaktion auf die positiven Studiendaten hat die BioNTech-Aktie seit Donnerstagnachmittag 13 Prozent zugelegt, aktuell kostet sie im Tradegate-Handel 97,15 Euro (Stand 8.9.2025, 9:33 Uhr). Damit bewegt sie sich mittlerweile wieder auf einem ähnlichen Niveau wie vor drei Monaten. Der Kurs schwankte in den letzten Jahren stark: Auf drei Jahre gesehen ist er 35 Prozent im Minus, auf fünf Jahre hat er sich fast verdoppelt.
Rote Zahlen, aber hohe Rücklagen
BioNTech gibt viel Geld für Forschung und Entwicklung aus, aktuell laufen etwa 20 späte klinische Studien für Krebs- und Impfpräparate. Bei seinen Plänen hilft dem Konzern das in den Corona-Jahren dank des erfolgreichen Impfstoffs Comirnaty aufgebaute Kapitalpolster, das mit 16 Milliarden Dollar immer noch sehr komfortabel ist. Allerdings schreibt das Unternehmen mittlerweile rote Zahlen. Das Management hat angekündigt, mehr als 1.000 Stellen in Europa und Nordamerika zu streichen.
Ein Kauf der BioNTech-Aktie bleibt eine Wette darauf, dass das Unternehmen seine Entwicklungspläne einhalten kann. Wann der Konzern in die Gewinnzone zurückkehrt, ist bis auf Weiteres unklar. ECOreporter sieht jedoch realistische Chancen, dass die Wette aufgehen wird. BioNTech hat das innovative Potenzial eines Start-ups, verfügt aber über sehr viel Kapital, das vor allem in die Forschung wandert. Die Aktie ist eine spannende Investment-Idee für mutige Anlegerinnen und Anleger.
BioNTech SE ADR: ISIN US09075V1026 / WKN A2PSR2
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