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BYD überholt VW als meistverkaufte Automarke in China
Der chinesische Elektrofahrzeug-Hersteller BYD hat 2023 den Wolfsburger Autobauer Volkswagen offiziell als meistverkaufte Automarke Chinas überholt. Im vierten Quartal stieg das Unternehmen auch zum weltweit größten Verkäufer reiner Elektrofahrzeuge auf.
Daten des China Automotive Technology and Research Center (CATRC) zeigen, dass BYD im vergangenen Jahr in China 2,4 Millionen Neuzulassungen verzeichnete und damit einen landesweiten Marktanteil von 11 Prozent erreichte Das sind 3,2 Prozentpunkte mehr als 2022.
Im vierten Quartal auch Tesla überholt
BYD hatte VW im vergangenen Jahr bereits im ersten Quartal beim Absatz überholt. Die neuen Daten zeigen nun, dass dies keine Momentaufnahme war. VW war zuvor mindestens seit 2008, dem Jahr, in dem CATRC-Daten erstmals verfügbar wurden, die meistverkaufte Marke in China.
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Analysten sehen die Veränderung in der Rangliste als ein gutes Zeichen für BYD und andere chinesische Autohersteller im laufenden Geschäftsjahr. Für 2024 wird erwartet, dass der Gesamtabsatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen in China um 25 Prozent auf 11 Millionen Einheiten steigen wird.
Die weltweiten Verkäufe von BYD überstiegen 2023 die Marke von 3 Millionen Fahrzeugen, womit das Unternehmen laut dem britischen Datendienstleister GlobalData zum ersten Mal in die Top Ten der weltweiten Autoverkäufer vorgestoßen ist. Bei den Verkäufen reiner Elektrofahrzeuge konnte BYD im vierten Quartal erstmals den US-Konkurrenten Tesla überholen.
Die BYD-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 2,3 Prozent im Plus zum Montag und kostet 23,38 Euro (Stand: 23.1.2024, 10:31 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 2 Prozent an Wert eingebüßt, im Jahresvergleich ist sie 14,6 Prozent im Minus. In den letzten fünf Jahren hat der Kurs 363 Prozent zugelegt.
Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von 12 ist die Aktie niedrig bewertet. ECOreporter sieht aber erhöhte Risiken. So dominiert BYD zwar den chinesischen Automarkt, den größten der Welt. Trotz ehrgeiziger Expansionspläne hat es der Konzern aber bislang nicht wie geplant geschafft, außerhalb Chinas nachhaltig Fuß zu fassen. Zudem drücken hohe Preisnachlässe die Marge.
Hinzu kommen politische Risiken: Wie alle chinesischen Unternehmen ist BYD abhängig von Entscheidungen der chinesischen Regierung und dürfte wegen des Handelskriegs zwischen China und den USA und des schwelenden Taiwan-Konflikts weiterhin Schwierigkeiten haben, in der westlichen Welt zu expandieren. In den Vereinigten Staaten ist ein Markteintritt absehbar ausgeschlossen. Die BYD-Aktie ist für ECOreporter kein Investment für defensive Anlegerinnen und Anleger.
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BYD Company Limited: ISIN CNE100000296 / WKN A0M4W9