Canadian National Railway leidet unter der wirren Zollpolitik Donald Trumps. / Foto: CN

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Canadian National Railway steigert Gewinn – aber wie geht es weiter?

Der kanadische Güterzugbetreiber Canadian National Railway (CN) ist im letzten Jahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen gewachsen und hebt seine Dividende an. Dennoch gibt die ECOreporter-Favoriten-Aktie nach.

CN setzte 2025 17,3 Milliarden Kanadische Dollar (CAD, 10,7 Milliarden Euro) um. Das sind 1,5 Prozent mehr als 2024. Der Nettogewinn stieg um 6 Prozent auf 4,7 Milliarden CAD (2,9 Milliarden Euro), der freie Cashflow lag mit 3,3 Milliarden CAD (2 Milliarden Euro) knapp 8 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Treibstoffeffizienz der Zugflotte verbesserte sich um 1 Prozent.

Laut Vorstandsmitglied Janet Drysdale hätte CN 2025 noch 350 Millionen CAD (216 Millionen Euro) mehr umgesetzt, wenn es die neuen US-Zölle und die Unsicherheiten im Handel nicht gegeben hätte. Vor allem Holz und Metalle wurden deutlich weniger transportiert als im Vorjahr. 

"Ich gehe davon aus, dass es holprig werden wird"

Auch für 2026 sieht CN Unwägbarkeiten und geht insgesamt von einem ähnlichen Frachtaufkommen wie 2025 aus. Der Konzern erzielt ein Drittel seiner Umsätze im grenzüberschreitenden Warenverkehr zwischen Kanada und den USA. Seit seinem Amtsantritt verhängt US-Präsident Donald Trump immer wieder Sanktionen gegen das Nachbarland, die er dann oft zurücknimmt, nur um sie wenig später erneut anzudrohen.

„Das größte Risiko ist die Unsicherheit. Es gibt Investitionen, die derzeit zurückgestellt werden, und unsere Kunden fragen sich, nach welchen Regeln sie in Zukunft investieren werden und ob sie dies überhaupt tun sollten“, sagt CN-Chefin Tracy Robinson. „Es ist sehr schwer vorherzusagen, wie sich die Lage entwickeln wird. Ich lese jeden Tag die Zeitungen und gehe davon aus, dass es holprig werden wird. Wir rechnen mit anhaltender makroökonomischer Unsicherheit und erhöhten geopolitischen Risiken. Wir bewältigen dieses Umfeld, indem wir uns auf das konzentrieren, was wir kontrollieren können: disziplinierte Kapitalallokation, rigoroses Kostenmanagement und Stärkung des freien Cashflows. Dieser Ansatz versetzt uns in die Lage, schnell auf Veränderungen bei den Transportmengen zu reagieren.“

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Unterwegs auf grünen Schienen: Bei diesen Eisenbahn-Aktien kann sich der Einstieg lohnen und unsere Übersicht zu den nachhaltigen Dividendenkönigen.

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