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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Church & Dwight leidet unter US-Zöllen – Unternehmensteile auf dem Prüfstand
Der US-Konsumgüterkonzern Church & Dwight spürt die Belastung durch die neuen US-Zölle und hat im ersten Quartal 2025 weniger Umsatz erzielt. Auch die weitere Prognose fällt pessimistisch aus. Der ECOreporter-Aktien-Favorit prüft nun die Schließung oder den Verkauf weniger profitabler Geschäftsbereiche.
Im ersten Quartal verbuchte Church & Dwight beim Umsatz einen Rückgang um 2,4 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Dollar. Im US-Markt, dem wichtigsten des Konzerns, sanken die Erlöse um 3 Prozent. Preiserhöhungen waren nicht mehr in der Lage, die sinkenden Absätze auszugleichen.
Drei Geschäftsbereiche stehen zur Debatte
Das Unternehmen spürt demnach die US-Zölle und auch deren Wirkung auf die Wirtschaft des Landes insgesamt. Einerseits importiert Church & Dwight viele Produkte aus China. Andererseits hielten sich Verbraucherinnen und Verbraucher zuletzt bei den eher teuren Produkten des Konzerns zurück. Einzelhändler reduzieren zudem aktuell ihre Lagerbestände.
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Das operative Ergebnis des Unternehmens ging im letzten Quartal um 3 Prozent zum Vorjahr auf 295 Millionen Dollar zurück. Der Nettogewinn sank um 23 Prozent auf 220 Millionen Dollar. Je Aktie lag das Nettoergebnis damit bei 0,90 Dollar.
Church & Dwight plant nun Einschnitte. Das Unternehmen kündigte "strategische Maßnahmen" für die Kosmetikmarke Flawless, den Zahnbürstenhersteller Spinbrush und für Waterpik-Duschköpfe an. Es geht um eine Schließung oder den Verkauf der Bereiche.
Die Auswirkungen dieser Portfolioentscheidungen sowie "eine Reihe von Maßnahmen in der Lieferkette" sollen das Zollrisiko für Church & Dwight um 80 Prozent reduzieren. Aktuell rechnet der Konzern im Zusammenhang mit Einfuhrgebühren dennoch mit Kosten von etwa 190 Millionen Dollar in den nächsten zwölf Monaten.
Seine Jahresprognose senkte das Management. Das organische Wachstum soll 2025 nun maximal noch 2 Prozent betragen. Der Nettogewinn pro Aktie wird laut Kalkulation unverändert bleiben oder maximal um 2 Prozent steigen. Zuvor hatte Church & Dwight beim Ergebnis ein Wachstum von 7 bis 8 Prozent prognostiziert.
Im Tradegate-Handel ist die Church & Dwight-Aktie aktuell 7 Prozent im Minus zum Mittwoch und notiert bei 81,42 Euro (Stand: 2.5.2025, 12:25 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 18,1 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 17,5 Prozent an Wert eingebüßt.
Trotz der aktuellen Probleme ist Church & Dwight solide aufgestellt, die Produkte des Konzerns werden auch in unsicheren Zeiten gekauft. Das Unternehmen wird weiter Gewinne erzielen, auch wenn diese leicht zurückgehen könnten. Church & Dwight ist außerdem ein verlässlicher Dividendenzahler, zuletzt hatte das Unternehmen seine quartalsweise Ausschüttung um 4 Prozent angehoben. Die Dividendenrendite liegt beim aktuellen Kurs bei 1,3 Prozent. Langfristig bleiben die Aussichten des Konzerns intakt.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 ist mit 28 aber höher als bei den deutlich größeren Konkurrenten Procter & Gamble und Colgate Palmolive, zwei ECOreporter-Aktien-Favoriten der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Auch diese beiden Konzerne hatten zuletzt Probleme wegen der US-Zölle gemeldet, allerdings noch keine derart deutlichen Einschnitte wie Church & Dwight angekündigt.
Die Church & Dwight-Aktie bleibt daher derzeit ein Investment mit Risiko. Wer investiert ist, sollte die Aktie halten.
Church & Dwight ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Lesen Sie auch unser Unternehmensporträt und unser Dossier Nachhaltige Mittelklasse-Aktien: Bei diesen ECOreporter-Favoriten können Sie jetzt noch einsteigen.
Church & Dwight Inc.: ISIN US1713401024 / WKN 864371
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