Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Church & Dwight wird bei der Prognose pessimistischer – Absatz schwächelt
Der US-Konsumgüterhersteller Church & Dwight hat zwar ein gutes zweites Quartal 2024 hinter sich, gibt sich beim Absatz für das Gesamtjahr aber pessimistischer. Der ECOreporter-Aktien-Favorit senkte seine Prognose zwar nicht, Umsatz- und Gewinn sollen aber nur noch am unteren Ende der erwarteten Spanne zulegen.
Im Zeitraum April bis Juni steigerte Church & Dwight den Umsatz um 4 Prozent zum Vorjahr auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Das entsprach den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit knapp 244 Millionen Dollar 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den ersten sechs Monaten steigerte der Konzern den Nettogewinn um 11 Prozent auf 471 Millionen Dollar.
Wachstum schwächt sich ab
Der Absatz stieg im am 30. Juni abgeschlossenen zweiten Quartal um 3,5 Prozent, seine Verkaufspreise hob Church & Dwight nur um durchschnittlich 1,2 Prozent an. Die um Sondereffekte bereinigte Bruttomarge kletterte um 1,5 Prozent auf 45,4 Prozent.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Im Vergleich zu den Vorquartalen habe sich das Wachstum aber "sowohl in Dollar als auch in Stückzahlen abgeschwächt, da der Verbraucher weiterhin unter Druck steht", wie Church & Dwight-Chef Matthew Farrell sagte. Grund seien die deutlichen Preiserhöhungen von Konsumgüterherstellern generell.
In den letzten zwei Jahren hatten Konzerne wie Church & Dwight ihre Preise deutlich nach oben geschraubt – zunächst, um höhere Kosten auszugleichen; als diese wieder sanken aber auch, um höhere Gewinne zu erzielen. Verbraucherinnen und Verbraucher hätten diese steigenden Preise lange akzeptiert. Aufgrund der "hartnäckigen Inflation" seien Menschen bei weniger notwendigen Produkten wie Mundwasser oder Markenwaschmitteln aber mittlerweile zurückhaltender geworden, so Farrell.
Die erwarteten Zuwächse bleiben solide
Church & Dwight geht nun davon aus, dass der um Sondereffekte bereinigte Gewinn im Gesamtjahr nur noch am unteren Ende der zuvor prognostizierten Spanne von 8 bis 9 Prozent zulegen wird. Der Umsatz soll organisch, also ohne Berücksichtigung von Firmenzukäufen und Wechselkursen, voraussichtlich um 4 Prozent wachsen, während zuvor ein Anstieg um 4 bis 5 Prozent prognostiziert worden war. Nach dem ersten Quartal hatte das Unternehmen die Prognose angehoben.
Die Church & Dwight-Aktie verlor nach Präsentation der neuen Zahlen am Freitag 2,6 Prozent an Wert, aktuell ist sie im Tradegate-Handel zum Freitag 0,8 Prozent im Plus und kostet 91,98 Euro (Stand: 6.8.2024, 11:40 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 6,2 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 5,7 Prozent zugelegt.
Das Geschäft von Church & Dwight ist im Kern krisensicher aufgestellt – auch ein verlangsamtes Wachstum ist immer noch Wachstum. Die Nachfrage nach Produkten des Konzerns ist weiter hoch. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von 29 ist aber höher als bei deutlich größeren Konkurrenten wie Procter & Gamble und Colgate Palmolive, zwei ECOreporter-Favoriten-Aktien der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Defensive Investoren sollten bei Church & Dwight auf weitere Kurskorrekturen warten.
Church & Dwight ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Lesen Sie auch unser Unternehmensporträt und unser Dossier, welche Mittelklasse-Aktien aktuell empfehlenswert sind.
Church & Dwight Inc.: ISIN US1713401024 / WKN 864371