Ein Solarpark des klimaVest. Der Fonds baut seinen Anlagenbestand weiter aus. / Foto: Commerz Real

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Commerz Real: klimaVest-Fonds investiert in Wind- und Solarpark in Spanien

Die Commerz Real baut das europäische Portfolio an Erneuerbare-Energien-Anlagen ihres Impact-Fonds klimaVest in Spanien weiter aus. Die Transaktion umfasst nach Angaben der Commerzbank-Tochter ein bestehendes Solarkraftwerk mit einer Leistung von 50 Megawattpeak (MWp) und ein Windkraft-Projekt mit einer geplanten Leistung von 30 Megawatt (MW). Diese sollen ein Hybridprojekt bilden, bei dem der Solarpark tagsüber und die Windturbinen vor allem nachts –  sowie in den sonnenärmeren Jahreszeiten auch tagsüber – Strom über einen gemeinsamen Netzanschluss einspeisen.

Beim Verkäufer des Projekts handelt es sich nach Angaben von Commerz Real um ein Tandem aus dem spanischen Renewables-Fondsmanager Everwood Capital (90 Prozent) und dem Projektentwickler Abei Energy (10 Prozent). Der Standort der beiden Parks befindet sich nahe der südspanischen Stadt Jerez de la Frontera in der Region Cadiz am Atlantischen Ozean. Der Netzanschluss des Solarparks erfolgte bereits 2021, der benachbarte Windpark soll laut Commerz Real 2027 ans Netz gehen.

Leistung von 1.000 MW überschritten

Das Bestands-Portfolio des Fonds klimaVest setzte sich vor der jetzt veröffentlichten Transaktion (80 MW) aus 34 Wind- und Solarparks sowie sieben Projektentwicklungen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Finnland und Schweden zusammen. Die Nennleistung der Bestandswerte beträgt insgesamt 616 MW und die der zukünftig fertigzustellenden Projektentwicklungen rund 326 MW (Stand: 31.7.2023, Fonds-Factsheet).

Drei geplante deutsche Solarparks nicht mehr im Portfolio

Nicht mehr im Projektentwicklungs-Portfolio des klimaVest befinden sich drei Solar-Projektentwicklungen in Deutschland mit einer geplanten Leistung von zusammen rund 200 MW. ECOreporter hatte bereits in der ausführlichen Analyse des Fonds auf Verschiebungen bei den drei Projekten hingewiesen. Welche Auswirkung hat der Rückzug aus den Projekten für den KlimaVest-Fonds?

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Die luxemburgische Fondsverwalterin Commerz Real Fund Management S.à r.l. hat laut klimaVest-Fonds-Halbjahresbericht (zum 28.2.2023) nach diesem Berichtsstichtag „die vorgesehene Option gezogen, sich aus der vertraglichen Kooperationsvereinbarung mit Ampyr Solar für die Entwicklung von mehreren Solarparks in Deutschland zurückzuziehen“. Hintergrund sind nach Angaben der Fondsverwalterin „signifikante Verzögerungen des Projektstarts, bedingt durch schleppende Genehmigungsprozesse auf Seiten der involvierten behördlichen Stellen“.

Im Halbjahresbericht des Fonds wird zudem erklärt: „Projektentwicklungskosten für beispielsweise die Einholung von Gutachten oder behördlichen Genehmigungen sind nicht für den Fonds klimaVest angefallen, sodass unseren Anlegerinnen und Anlegern hierdurch kein Nachteil entsteht. Im Gegenteil: Die bislang zurückgehaltene Liquidität ist durch diese Entscheidung wieder frei verfügbar für bereits geplante Neutransaktionen und soll zum Vorteil unserer Anlegerinnen und Anleger und gemäß unseren nachhaltigen Investitionskriterien in andere attraktive Assets gelenkt werden.“

Aktuelle Preise für Fondsanteile

Der Erstausgabewert für einen Anteil am klimaVest-Fonds betrug bei der Fondsauflegung im Oktober 2020 100 Euro. Inzwischen beträgt der Ausgabepreis je Anteil 112,22 Euro (Stand: 4.9.2023). Der Rücknahmepreis je Anteil lag zum selben Stichtag bei 106,88 Euro.

Die Berechnung des Anteilswerts erfolgt durch Teilung des Netto-Fondsvermögens durch die Zahl der am Bewertungstag im Umlauf befindlichen Anteile zuzüglich eines Ausgabeaufschlags. Der Ausgabeaufschlag (Agio) stellt laut Memorandum im Wesentlichen eine Vertriebsvergütung dar und beträgt bis zu 5 Prozent.

Hohe Liquidität

Ein hoher Teil des von den bislang mehr als 16.000 Anlegerinnen und Anleger gezeichneten Fondskapitals ist noch nicht in Wind- und Solarparks investiert.

Der klimaVest-Fonds hält laut Halbjahresbericht zum Berichtsstichtag (28.2.2023) einen Liquiditätsanteil von 45 Prozent des Nettovermögens. Die Mindestliquiditätsgrenze von 5 Prozent
ist damit deutlich überschritten. Im Halbjahresbericht wird ausgeführt: „Im Einklang mit dem erklärten Ziel der Erwirtschaftung einer am Geldmarkt orientierten Verzinsung bei konservativen, risikoaversen Liquiditätsanlagen wurden im Berichtszeitraum insgesamt 340 Millionen Euro (31,8 Prozent) der vorhandenen Überschussliquidität kurzfristig als Termingelder (bis maximal 12 Monate) angelegt. Unter dem Grundsatz der Risikostreuung erfolgte dies bei verschiedenen Banken. Bei der Auswahl der Banken spielte, neben den angebotenen Zinskonditionen, vor allem deren Rating eine bedeutende Rolle.“

Details zu den bisherigen Projekten, der Kostenstruktur, der Rendite sowie den Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des klimaVest-Fonds erhalten Sie im ausführlichen ECOanlagecheck.

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