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Darum hat die Bahn-Aktie Alstom 37 % verloren
Der französische Eisenbahnbauer Alstom hat gestern mehr als ein Drittel seines Börsenwertes eingebüßt. Auslöser war ein „Glaubwürdigkeitsverlust“ des Managements.
Alstom kassierte am Mittwochabend seine zuvor „deutlich positive“ Prognose für den diesjährigen freien Cashflow (Barmittelfluss). Der Konzern rechnet jetzt mit einem negativen Cashflow von 500 bis 750 Millionen Euro. Analysten hatten zuletzt noch einen positiven Wert von knapp 300 Millionen Euro erwartet.
Alstom begründet den starken Rückgang unter anderem mit sehr hohen Lagerbeständen aufgrund von Projektverzögerungen in Großbritannien. Marktbeobachter befürchten nun, dass der Konzern sich zu hohen Zinsen zusätzliche Liquidität sichern oder eine Kapitalerhöhung durchführen muss. Ein Analyst der Deutschen Bank sagte gestern, das Alstom-Management habe wegen der sehr drastischen Prognosesenkung an Glaubwürdigkeit verloren.
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Die Alstom-Aktie verlor gestern an der Börse Xetra 37 Prozent und ging mit einem Kurs von 13,58 Euro aus dem Handel. Damit kostete sie so wenig wie zuletzt 2005.
Für Aktionäre ist das natürlich ein herber Schlag. ECOreporter rät allerdings davon ab, jetzt aus der Aktie zu flüchten und Anteile mit hohen Verlusten zu verkaufen. Alstom ist grundsätzlich solide aufgestellt, die Cash-Probleme sind teilweise auch eine Folge der nach wie vor andauernden Integration des übernommenen Konkurrenten Bombardier Transportation.
Die Redaktion sieht realistische Chancen, dass Alstom seine aktuellen Schwierigkeiten überwinden kann. Mutige Anlegerinnen und Anleger können überlegen, nach dem Kurssturz in die Aktie einzusteigen oder bestehende Positionen aufzustocken.
Lesen Sie auch das zweiteilige ECOreporter-Dossier 20 nachhaltige Eisenbahnaktien: Unterwegs auf grünen Schienen.
Alstom S.A.: ISIN FR0010220475 / WKN A0F7BK