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Deutsche Bildung Studienfonds II-Anleihen: SdK empfiehlt Annahme der Änderungsvorschläge
Die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG will die Bedingungen ihrer börsennotierten Anleihen ändern. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) empfiehlt, den nachgebesserten Vorschlägen des Unternehmens zuzustimmen.
Die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG sieht Probleme bei der Rück- und Zinszahlung ihrer Anleihen 2016/2026 (ISIN: DE000A2AAVM5) und 2017/2027 (ISIN: DE000A2E4PH3). Mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier.
Deshalb sollen die beiden Anleihen (Gesamtvolumen 28 Millionen Euro) um zehn beziehungsweise elf Jahre bis zum 17. Dezember 2037 verlängert und ab 2028 schrittweise getilgt werden. Zudem will das Unternehmen, eine Tochter der Deutsche Bildung AG aus Frankfurt am Main, die Zinsen von jährlich 4 Prozent erst am Ende der Laufzeit zahlen – und dann auch laut ursprünglicher Planung nur, soweit die Firma die Zinsen „aus verfügbarer Liquidität“ und „nach Abzug eines Liquiditätspuffers“ von 1 Million Euro aufbringen kann.
Anleihenkurse unter 35 Prozent
Letzte Woche teilte die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG mit, mittlerweile sei in den Änderungsvorschlägen eine Nachzahlung der Zinsen „in den Folgejahren vorgesehen“, falls die Liquidität zum 17. Dezember 2037 keine Zinszahlungen zulasse. Zudem senkte das Unternehmen seinen notwendigen Liquiditätspuffer auf 0,5 Millionen Euro. Diese neuen Konditionen seien von „einem bedeutenden Anleihegläubiger“ vorgeschlagen worden, und man habe sich „im Interesse einer konsensualen, zügigen Lösung entschieden, sich diesem Vorschlag vollumfänglich anzuschließen“.
Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger empfiehlt den Gläubigern jetzt, die aktualisierten Änderungsanträge anzunehmen. In einem persönlichen Meeting mit der Geschäftsführung der Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG seien alle noch offenen Fragen geklärt worden, heißt es in einer Mitteilung der SdK. Zudem habe man mit dem Unternehmen einen Vertrag schließen können, der Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter und Rückzahlungen von Gesellschafterdarlehen so lange ausschließe, bis alle Ansprüche der Gläubiger aus den Anleihen erfüllt seien. Bei Vertragsverletzungen drohten Schadenersatzzahlungen.
Anleihegläubiger können noch bis 10. Dezember im Rahmen von Abstimmungen ohne Versammlung über die Änderungen der Anleihebedingungen abstimmen. Nähere Informationen finden sich auf der Website www.deutsche-bildung-invest.de.
Die Studienfonds-Anleihe 2016/2026 notiert aktuell im gettex-Handel bei 34,00 Prozent ihres Nennwertes (8.12.2025, 8:40 Uhr). Die Anleihe 2017/2027 steht bei 33,75 Prozent (2.12.2025, 8:40 Uhr). Beide Anleihen haben nach Bekanntgabe der Restrukturierungspläne Ende Oktober stark an Kurswert verloren.
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