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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
DHL Group sieht nach Zollschock Chancen in anderen Märkten
Der Bonner Logistiker DHL Group sieht nach dem US-Zollschock auch Chancen für den Konzern und setzt auf starkes Wachstum in anderen Märkten. Der ECOreporter-Aktien-Favorit kann dabei auf Erfahrungen aus dem Brexit zurückgreifen.
"Die Handelsrouten werden sich verändern, und sie werden komplexer werden", sagte DHL-Chef Tobias Meyer am Donnerstag in London auf einem Kapitalmarkttag des Konzerns. Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump der Welt den Zollkrieg erklärt und Tarife von 10 bis knapp 50 Prozent für fast alle Waren angekündigt, die in die Vereinigten Staaten importiert werden.
Marktanteil in den USA kleiner
Meyer betonte, in der Entwicklung nicht nur Risiken zu sehen, sondern auch Chancen. Insbesondere in den aufstrebenden Märkten Süd- und Südostasiens, wo die Nachfrage nach Logistikdienstleistungen steigen könnte, bestünde deutliches Wachstumspotenzial.
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Am heutigen Freitag verkündete die DHL bereits einen Ausbau ihrer Kooperation mit dem internationalen Online-Marktplatz Temu. Der Bonner Konzern soll demnach sowohl in nicht näher definierten "etablierten Märkten" als auch in Wachstumsregionen wie Osteuropa und dem Nahen Osten eine steigende Zahl von Logistikdienstleistungen für Temu übernehmen. Dabei geht es vor allem um den Transport von Waren lokaler Händler, die über Temu verkaufen.
Meyer verwies auf die Erfahrungen mit dem Brexit. In Großbritannien konnte die DHL demnach bei einem Rückgang der Warensendungen vom Angebot zusätzlicher Dienstleistungen profitieren. Zudem sei der Marktanteil von DHL in den USA kleiner als in anderen Regionen.
Die DHL-Aktie hat in dieser Woche 8,4 Prozent an Wert eingebüßt, im Xetra-Handel ist sie aktuell 3 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 36,16 Euro (Stand: 4.4.2025, 10:54 Uhr). Seit Jahresbeginn hat die Aktie 6,6 Prozent an Wert gewonnen, auch wenn der Kurs nach einem zuvor steilen Anstieg seit Anfang März wieder im Sinkflug ist. Auf Jahressicht hat der Kurs 15 Prozent eingebüßt.
Die DHL Group leidet wie die gesamte Logistik-Branche unter dem lahmenden Welthandel und einer schwachen Konsumstimmung. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz des Konzerns nur leicht, der Gewinn gab nach. In der Sparte Post und Paket Deutschland, in der das Deutsche Post-Geschäft im Zeichen von Streiks und Streits um Porto-Erhöhungen steht, will der Konzern 8.000 Stellen streichen.
Die Handelspolitik der USA hatte die DHL in der Vergangenheit selbst immer wieder als Risiko bezeichnet. Die DHL-Aktie (die an der Börse weiterhin unter Deutsche Post AG gelistet ist) bleibt nach Einschätzung der Redaktion langfristig ein solides Investment. Der Konzern erwirtschaftet trotz des aktuell schwierigen Umfelds ordentliche Gewinne und steht finanziell gut da.
Anlegerinnen und Anleger, die lange investiert bleiben wollen und mögliche Kursrücksetzer auszuhalten bereit sind, können weiter über einen Einstieg nachdenken. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie für 2025 ist derzeit mit 13 eher niedrig. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 beträgt attraktive 5,1 Prozent.
Die DHL Group ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen.
Deutsche Post AG: ISIN DE0005552004 / WKN 555200
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