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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
DHL legt Express-Sparte in Kanada vorübergehend still
Der Arbeitskampf bei der DHL Group in Kanada verschärft sich. Der ECOreporter-Aktien-Favorit aus Bonn stellt den Versand nach und aus Kanada mit dem Geschäftskundenservice DHL Express vorübergehend ein – weil der Konzern kein Ersatzpersonal mehr einsetzen darf.
Bereits seit Beginn dieser Woche nimmt die DHL keine Sendungen mehr nach Kanada an, ab dem 20. Juni stellt der Logistiker den Betrieb mit DHL Express in dem Land dann komplett ein. DHL Express ist für den internationalen, meist zeitkritischen Premiumversand aus und nach Kanada mit der DHL zuständig. Zielgruppe sind Geschäftskunden.
Gesetz gegen Beschäftigung von Ersatzpersonal tritt in Kraft
Betroffen von der Maßnahme sind ausschließlich DHL Express-Sendungen von und nach Kanada. Für die anderen DHL-Dienstleistungen wie etwa die Luft- und Seefrachtsparte Global Forwarding oder den Logistikdienst Supply Chain gelten die Beschränkungen nicht. Auch private Pakete, die über die Deutsche Post-Sparte Post & Paket Deutschland verschickt werden, sind nicht betroffen.
Die DHL Group ist ein ECOreporter-Aktien-Favorit aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Lesen Sie auch unser Dossier Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen großen Favoriten-Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen
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Hintergrund der Maßnahme ist der anhaltende Arbeitskampf mit der kanadischen Gewerkschaft Unifor. Seit Oktober 2024 streiten beide Parteien über einen neuen Tarifvertrag, konnten sich bislang aber nicht einigen. Weil die Gewerkschaft einen großangelegten Streik beschloss, sperrte die DHL am 8. Juni Unifor-Mitglieder offiziell von der Arbeit aus.
Bisher hatte DHL Express den Betrieb mit Ersatzpersonal weitergeführt. Ab dem 20. Juni verbietet ein neues kanadisches Gesetz Unternehmen im Falle eines Streiks aber, Ersatzarbeitskräfte – beispielsweise Zeitarbeiter oder Subunternehmer – einzusetzen. Ab diesem Datum gelten bei Verstößen Bußgelder von bis zu 100.000 Kanadischen Dollar pro Tag. Daran passt sich die DHL nun an.
"DHLs oberste Priorität ist es, den normalen Service von und nach Kanada so schnell wie möglich wieder aufzunehmen", erklärte der Konzern in einer Pressemitteilung. Man bemühe sich weiterhin, mit Unifor eine Lösung zu verhandeln. Ein Streitpunkt sind laut kanadischen Medien die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen von selbstständigen Fahrern.
In Deutschland hatten die DHL-Beschäftigten des Post-Geschäfts im Arbeitskampf Anfang des Jahres einen neuen Tarifvertrag durchgesetzt. Unmittelbar danach verkündete der Konzern zusammen mit der Präsentation seiner Jahreszahlen den Abbau von 8.000 Stellen.
Langfristig solide Aktie
Die DHL-Aktie scheint von den Vorgängen in Kanada aktuell unbeeinflusst, im Xetra-Handel notiert sie zum Vortag 0,3 Prozent im Plus bei 40,70 Euro (Stand: 18.6.2025, 12:17 Uhr). Auf Monatssicht legte die Aktie 4,4 Prozent zu, im Jahresvergleich stieg der Kurs um 7,1 Prozent.
Seitdem sich im Zollstreit der USA mit dem Rest der Welt Entspannung andeutet, ist der DHL-Kurs gestiegen, in den letzten zwei Monaten gewann die Aktie 8 Prozent an Wert. Allerdings bleibt die US-Handelspolitik unberechenbar. Und der Krieg zwischen Israel und dem Iran sorgt für weiteren Druck auf die angespannte Weltkonjunktur.
Anlegerinnen und Anleger sollten eine lange Haltedauer einplanen und mögliche Kursrücksetzer aushalten können. Langfristig bleibt die Aktie nach Einschätzung der Redaktion eine solide Option. Auch ist das US-Geschäft für die DHL nicht ganz so wichtig wie etwa für den Wettbewerber FedEx.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der DHL-Aktie für 2025 ist aktuell mit 13 niedrig, auch im Vergleich zu Konkurrenten in der Branche. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 beträgt attraktive 4,6 Prozent.
Deutsche Post AG: ISIN DE0005552004 / WKN 555200
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