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Drägerwerk will Dividende deutlich erhöhen – weniger Wachstum 2024
Der Lübecker Medizintechnik-Hersteller Drägerwerk hat Umsatz und Ergebnis 2023 deutlich gesteigert und will nun mehr Geld an die Aktionäre ausschütten. Im Geschäftsjahr 2024 rechnet der Konzern aber mit weniger Wachstum.
Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz 2023 um 13,2 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Die Marge für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) lag mit 4,9 Prozent über den Erwartungen. Im Vorjahr war die EBIT-Marge mit minus 2,9 Prozent noch negativ gewesen.
Nachholeffekte fallen 2024 weg
Das Unternehmen will seine Dividende nun kräftig enheben und 30 Prozent des Jahresüberschusses ausschütten. Der finale Vorschlag soll bei Präsentation der endgültigen Geschäftszahlen für 2023 im März erfolgen.
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Für 2024 peilt Drägerwerk einen deutlich niedrigeren währungsbereinigten Umsatzanstieg von 1,0 bis 5,0 Prozent an. Die EBIT-Marge soll bei 2,5 bis 5,5 Prozent liegen.
Grund für die niedrigeren Erwartungen ist laut Unternehmen vor allem der Wegfall von Nachholeffekten. Wachstum und Profitabilität wurden 2023 laut Drägerwerk von Verbesserungen in der Lieferkette gestützt. Auch die Nachfragewelle nach Beatmungsgeräten in China zu Beginn des Jahres habe sich positiv auf Umsatz und Ergebnis ausgewirkt. Diese Effekte fehlten im laufenden Geschäftsjahr, heißt es nun.
An der Börse scheint aktuell vor allem die weniger optimistische Prognose im Fokus zu stehen – im Tradegate-Handel ist die Aktie momentan zum Vortag 2,1 Prozent im Minus und kostet 52,20 Euro (Stand: 16.1.2024, 9:15 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 6,8 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 28,6 Prozent an Wert zugelegt.
Drägerwerk hatte seine Jahresprognose erst im Dezember 2023 zum wiederholten Mal angehoben. Erhöhte Erwartungen waren im Kurs also bereits eingepreist. ECOreporter bleibt skeptisch bei der Aktie, auch nach der deutlichen Steigerung bleiben die Margen niedrig – und sollen nun zudem wieder sinken. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2024 bei moderaten 11.
In den letzten Jahren schwankte der Börsenkurs stark, nach einer Hochphase 2021 hat die Aktie in den letzten zwei Jahren wieder deutlich an Wert eingebüßt. Auf drei Jahre betrachtet ist sie 24 Prozent im Minus. Ob es Drägerwerk gelingen kann, auch ohne Nachholeffekte langfristig profitabel zu wirtschaften, bleibt abzuwarten.
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Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz.: ISIN DE0005550636 / WKN 555063