Besonders Technologieaktien sind an der Börse zuletzt gut gelaufen. / Foto: Pixabay

  Fonds / ETF

Nachhaltige ETFs bleiben erfolgreich: Bis zu 54 % in einem Monat

Die Weltlage bleibt unsicher, doch nach den Verlusten im März sind viele Aktien in den letzten Wochen stark gestiegen – und mit ihnen die Kurse nachhaltiger ETFs. Viele legten zweistellig zu, Themen wie Technologie und erneuerbare Energie stehen besonders im Fokus. ECOreporter zeigt, wie sich 48 getestete ETFs mit guter bis ordentlicher Nachhaltigkeitsnote auf kurze und lange Sicht entwickelt haben.

Der Krieg im Nahen Osten, Unsicherheiten rund um die US-Handelspolitik sowie schwankende Rohstoffpreise beeinflussen die Börsen weiterhin täglich. Auch Aussagen von US-Präsident Donald Trump halten die Märkte weiter in Atem. Trotzdem konnten sich viele ETFs im April wieder erholen, insbesondere Produkte mit Fokus auf Technologie, Digitalisierung und erneuerbare Energien. Hoffnung auf sinkende Inflationsraten und mögliche Zinssenkungen der Notenbanken sorgten zeitweise für Auftrieb, hinzu kommt das weiterhin boomende Thema Künstliche Intelligenz (KI). Die durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise hat Investments in erneuerbare Energien neuen Schwung verliehen.

Bewahren Sie Ruhe!

Die Kurssteigerungen sind teilweise beachtlich: Ein ETF konnte in den letzten vier Wochen mehr als 50 Prozent gewinnen, weitere legten mehr als 20, 30 und 40 Prozent zu. Aktuell ist bei ETFs genauso wie bei aktiv gemanagten Fonds und Einzelaktien wichtiger denn je: Bewahren Sie Ruhe und planen Sie mit einem langen Investitionshorizont. Lassen Sie sich nicht zu unüberlegten Verkäufen verleiten, wenn Kurse nachgeben, und nicht zu unüberlegten Käufen bei kurzfristigen rasanten Zugewinnen. In der Regel empfiehlt ECOreporter bei ETFs eine Mindestanlagedauer von sieben, besser zehn Jahren.

Die Redaktion hat bereits 180 ETF-Tests durchgeführt. In ihre Performance-Übersicht hat sie aber nur 48 ETFs aufgenommen. Denn bei vielen der Tests stellte sich heraus, dass es mit der Nachhaltigkeit der Produkte nicht weit her ist. Gerade bei Ausschlüssen problematischer Geschäftsfelder gehen viele Anbieter oft inkonsequent vor.

Um den Etikettenschwindel besser zu bekämpfen, hat die EU die Regeln für die Benennung nachhaltiger Fonds und ETFs geändert. Zahlreiche angeblich nachhaltige ETFs mussten 2025 ihre Namen ändern, weil sie die Bedingungen für die Verwendung bestimmter Schlagworte nicht erfüllten. Hunderte Fonds und ETFs haben daher Begriffe wie "ESG" aus ihren Namen gestrichen. Allerdings versuchen Anbieter vielfach, durch die Verwendung von nicht regulierten Marketingbegriffen weiterhin eine Nachhaltigkeit zu suggerieren, die sich im Portfolio nicht findet. ETFs nennen sich dann etwa "Leader" oder "Screened". Die europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA fordert deshalb bereits Nachbesserungen.

Eine vollständige Liste aller von ECOreporter getesteten ETFs können Sie sich hier ansehen

In unserer Performance-Übersicht listen wir nur ETFs auf, die im ECOreporter-Test mindestens eine Nachhaltigkeitsnote von 3,7 erhalten haben und damit zumindest als hellgrün gelten können. Das Testverfahren hat ECOreporter in den letzten Monaten leicht geändert: Seitdem erhalten ETFs genauso wie aktiv gemanagte Fonds eine Gesamtnote. Dazu gehört auch eine Überblick über die Bewertung von Unterkategorien wie Wertentwicklung und Nachhaltige Wirkung. Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.

Mit der neuen ECOreporter-Suche können Sie in unserer Datenbank ganz einfach Fonds und ETFs finden, die Ihren Vorstellungen von Nachhaltigkeit entsprechen.

Eine Tabelle der ETFs mit ihrer Wertentwicklung über verschiedene Zeiträume finden Sie im folgenden Premium-Bereich. Dort lesen Sie auch Einschätzungen zu den finanziell erfolgreichsten und zu den nachhaltigsten ETFs.

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