Encavis profitiert von einem höheren Anlagenbestand. / Foto: Unternehmen

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Encavis mit mehr Umsatz, Anlagenbestand wächst

Der Hamburger Wind- und Solarparkbetreiber Encavis ist in den ersten neun Monaten 2023 dank des Ausbaus seines Anlagenbestandes weiter gewachsen. Die Jahresprognose sowie seine Ziele bis 2027 bestätigte der ECOreporter-Aktien-Favorit.

In den neun Monaten von Januar bis September stieg der Umsatz zum Vorjahr leicht auf 356 Millionen Euro. Einbußen durch die in einigen Ländern geltende Strompreisbremse sind dabei bereits berücksichtigt. Gesunkene Strompreise und ein normalisiertes Wetter seien insbesondere durch eine höhere Zahl an Anlagen ausgeglichen worden, wie das Unternehmen erklärte.

Jahresprognose bestätigt

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 9 Prozent auf gut 246 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge ging um 7 Prozentpunkte auf 69 Prozent zurück, was laut Encavis auf das erstmals berücksichtigte Dienstleistungsgeschäft des in Italien übernommenen Unternehmens Stern Energy zurückzuführen ist.

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Die Margen bei den Solar- und Windparks blieben laut Encavis unverändert. Das operatives Konzernergebnis nach Steuern lag mit 88,6 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 86,9 Millionen Euro.

Unternehmenschef Christoph Husmann zeigt sich insbesondere angesichts des ausgebauten Anlagenbestands zufrieden mit den vergangenen Monaten: "Bis Ende September hatten wir bereits rund die Hälfte der für dieses Jahr geplanten zu akquirierenden Erzeugungskapazitäten von 600 Megawatt (MW) erworben." Noch nie in der Unternehmensgeschichte habe Encavis in den ersten neun Monaten eines Jahres ein derart großes Erzeugungsportfolio eingekauft.

Im Gesamtjahr erwarten die Hamburger nach Abzug der Strompreisbremsen weiterhin Umsätze von über 440 Millionen Euro, nach 462,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBITDA soll bei über 310 Millionen Euro liegen, nach 350 Millionen Euro 2022.

Die Encavis-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 12,44 Euro (Stand: 14.11.2023, 9:35 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 2,9 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 38,5 Prozent an Wert eingebüßt.

ECOreporter betrachtet Encavis weiter als gutes Langfristinvestment. Trotz sinkender Strompreise, gestiegener Finanzierungskosten und Gewinnabschöpfungen erzielt das Unternehmen weiter solide Ergebnisse. Den Anlagenbestand kann der Konzern zudem konsequent ausbauen – um hier stärker investieren zu können, hatte das Unternehmen für 2022 seine Dividende gestrichen.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 29 für 2023 ist die Aktie nach den Kursverlusten in den letzten Monaten wieder etwas moderater bewertet. Risikobereitere Anlegerinnen und Anleger können einen Einstieg bei langer Halteabsicht wieder in Erwägung ziehen. Auf fünf Jahre betrachtet ist der Kurs um 144 Prozent gestiegen. Mehr darüber, welche Summen Sie beim Aktienkauf investieren sollten, lesen Sie hier.

Encavis ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

Einen Überblick über die Solarbranche erhalten Sie im ECOreporter-Dossier Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

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