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Erlebnis Akademie senkt Prognose, Aktie verliert fast 15 %
Weniger Menschen als erhofft haben in den letzten Monaten die Baumwipfelpfade der Erlebnis Akademie AG besucht. Das Unternehmen aus Bad Kötzting im Bayerischen Wald schraubt zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate seine Gewinnerwartungen herunter. Die Aktie bricht erneut ein.
Bereits in der ersten Jahreshälfte waren die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurückgeblieben (ECOreporter berichtete hier). Die Erlebnis Akademie hatte deshalb Ende August ihre Jahresprognose gesenkt.
Auch das für das Unternehmen besonders wichtige dritte Quartal lief nicht gut. Vor allem an den Standorten in Frankreich, Irland und Slowenien wurden die Planzahlen und auch die Vorjahreszahlen „weit verfehlt“. Nach drei Quartalen hat die Erlebnis Akademie vorläufigen Zahlen zufolge 19,5 Millionen Euro umgesetzt. Im Vorjahreszeitraum waren es 18 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 1,3 auf 1,2 Millionen Euro.
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Die Erlebnis Akademie geht jetzt für das Gesamtjahr nur noch von einem Umsatz zwischen 23,9 und 24,3 Millionen Euro aus. Zuletzt lag die Prognose bei etwa 26,7 Millionen Euro. Das EBIT soll zwischen null und 0,3 Millionen Euro liegen. Heißt: Vermutlich wird das Unternehmen in diesem Jahr einen Nettoverlust verbuchen. Bislang hatte das Management mit einem EBIT von ungefähr 1,9 Millionen Euro gerechnet.
Details zu den Hintergründen der negativen Entwicklung will die Erlebnis Akademie mit dem Bericht zum dritten Quartal am 23. November veröffentlichen. Bis dahin sollen auch allgemeine Daten zum touristischen Geschehen und den klimatischen Verhältnissen in den für das Unternehmen relevanten Märkten ausgewertet sein.
Nach Bekanntgabe der gesenkten Prognose hat die Aktie der Erlebnis Akademie am Freitag an der Börse Tradegate 14,6 Prozent eingebüßt und ging mit einem Kurs von 6,45 Euro aus dem Handel.
Seit ihrem Allzeithoch von 17,80 Euro aus dem Juni 2022 hat sie fast durchgehend an Wert verloren. Im Jahresvergleich notiert sie 8 Prozent im Minus, auf drei Monate gesehen hat sie 29 Prozent eingebüßt.
Die Erlebnis Akademie hat ein grundsätzlich zukunftsträchtiges, nachhaltiges Geschäftsmodell und ist Stand 30. Juni 2023 akzeptabel finanziert. Ende Juni betrugen die Bankverbindlichkeiten 32,2 Millionen Euro. Dem stand ein Anlagevermögen von 53 Millionen Euro gegenüber. Die Eigenkapitalquote lag zum Halbjahresende bei guten 40 Prozent.
Die Aktie ist mit einem erwarteten Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von unter 0,7 günstig bewertet. Allerdings sind die Margen des Unternehmens derzeit sehr schwach. Wer hier einsteigt, sollte eine gewisse Risikofreude und einen langen Investitionshorizont mitbringen.
Ein ausführliches ECOreporter-Unternehmensporträt der Erlebnis Akademie können Sie hier lesen.
Erlebnis Akademie AG: ISIN DE0001644565 / WKN 164456