Die Bandbreite der Batterie-Aktien reicht für diesen ETF vom Rohstoffkonzern bis zu Ladesäulenherstellern und Wasserstoffexperten. / Foto: Pixabay

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ETF-Test: WisdomTree Battery Solutions ETF

In große Batteriehersteller zu investieren, kann für private Anlegerinnen und Anleger schwierig sein. Ist der WisdomTree Battery Solutions ETF also eine gute Möglichkeit, an der Börse nachhaltig vom Geschäft mit Batterien und Energiespeicherlösungen zu profitieren? ECOreporter hat geprüft, was im Aktienpaket des ETFs steckt.

Der US-Vermögensverwalter WisdomTree ist ein ETF-Pionier und einer der größten Anbieter in den Vereinigten Staaten. Eine Besonderheit: Alle ETFs basieren auf Indizes, die WisdomTree selbst auflegt und die auf spezifische Themen ausgerichtet sind. Zum Angebot von WisdomTree gehören auch Rüstungs- und Nuklear-ETFs.

Finanzen/Risiko

Der ETF startete am 26. Februar 2020. In den letzten zwölf Monaten legte er 39,1 Prozent an Wert zu und stieg damit deutlich stärker als der weltweite Aktienindex MSCI World, der im selben Zeitraum ein Plus von 11,4 Prozent verzeichnete. Auf fünf Jahre gesehen lief der MSCI World aber besser: Sein Kurs stieg um 95,7 Prozent, der des ETFs nur um 52,3 Prozent.

Die Jahresgebühren sind mit 0,4 Prozent etwas höher als bei vergleichbaren ETFs, insgesamt aber noch immer günstig. Die Wertschwankungen sind hoch. ECOreporter empfiehlt eine Haltedauer von sieben, besser zehn Jahren.

Nachhaltigkeitskonzept

Der ETF investiert weltweit in 116 Unternehmen. Um für den Aktienindex in Frage zu kommen, den der ETF abbildet, muss ein Unternehmen in mindestens einem von vier Bereichen aus der Wertschöpfungskette für Batterie- und Energiespeichertechnik aktiv sein:

  • Rohstoffe: Unternehmen, die sich etwa auf den Abbau von Rohstoffen wie Lithium und Nickel konzentrieren oder Chemikalien extrahieren, die speziell für Batterietechnologie verwendet werden 
  • Herstellung: Unternehmen, die Batterien oder deren Komponenten herstellen
  • Wegbereiter: Unternehmen, die wichtige Rahmenbedingungen für Elektromobilität schaffen, z.B. die Ladeinfrastruktur ausbauen
  • Neue Technologien: Unternehmen, die neue Speichertechnologien wie etwa Wasserstoff-Brennstoffzellen einsetzen oder neue Anwendungen wie das drahtlose Laden entwickeln.

Um zu messen, wie stark ein Unternehmen in Geschäfte entlang der Batterie-Wertschöpfungskette involviert ist, wird allerdings nicht einfach der Umsatz herangezogen. Stattdessen erstellt WisdomTree ein sogenanntes "Intensity Rating". Dessen Berechnung bezieht den Umsatz mit ein, bleibt aber undurchsichtig. Am Ende werden die 20 Prozent der Unternehmen mit dem niedrigsten Intensity-Score aussortiert. Das Verfahren gleicht also einem schwachen Best-In-Class Verfahren, bei dem es reicht, wenn Unternehmen nicht zu den schlechtesten 20 Prozent gehören.

Dabei berücksichtigt der ETF nach eigenen Angaben ESG-Kritierien. Diese erschöpfen sich allerdings in der Anwendung einiger weniger, nicht sehr strenger Ausschlusskriterien.

Ausschlusskriterien

Der ETF schließt Unternehmen vollständig aus, wenn sie an Geschäften mit geächteten Waffen oder Atomwaffen beteiligt sind. Auch Tabakproduzenten sind tabu, ebenso Konzerne, die gegen internationale Normen und Standards verstoßen, etwa den UN Global Compact (unter anderem Arbeits- und Menschenrechte).

Für andere Branchen gelten Umsatzschwellen. Bei Geschäften mit zivilen Schusswaffen, sei es durch Produktion oder Vertrieb, muss der Anteil am Gesamtumsatz unter 5 Prozent liegen. Die gleiche Umsatzschwelle gilt für Kohleförderung und Stromerzeugung aus Kohle sowie für die Förderung von Öl und Gas in der Arktis oder durch Fracking. Für die konventionelle Förderung von Öl und Gas, etwa per Tiefseebohrung, gibt es aber keine Beschränkung. Auch Atomkraft ist von keinen Einschränkungen berührt. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien erhalten Sie im Premium-Bereich.

Wie nachhaltig ist dieser ETF?

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