Grünstrom predigen und Erdöl pumpen - bei Ölmultis anscheinend kein Widerspruch. / Foto: Pixabay

  Meldungen

Greenpeace-Studie: Ölmultis investieren kaum in Erneuerbare Energien

Ölkonzerne werben gerne damit, zunehmend Wind- und Solarparks zu bauen und deshalb dem Klima weniger zu schaden. Offenbar mehr Schein als Sein, wie aus einer Analyse von Greenpeace hervorgeht.

Die Umweltschutzorganisation hat sich zwölf große europäische Ölfirmen näher angesehen. Das Ergebnis: Regenerative Energien trugen 2022 nur 0,3 Prozent zur Energieproduktion dieser Unternehmen bei.

Zudem flossen lediglich 7 Prozent ihrer Investitionen in grüne Kraftwerke. BP, Total Energies, Wintershall Dea und Aquinos gaben 2022 laut Greenpeace sogar weniger Geld für neue Erneuerbaren-Projekte aus als im Vorjahr. Der Studie zufolge wollen die meisten der untersuchten Unternehmen zudem bis mindestens 2030 ihre Öl- und Gasförderung nicht senken und teilweise sogar steigern.

„Diese Konzerne sprechen viel davon, bis 2050 klimaneutral zu werden, aber kein einziger von ihnen hat eine plausible Strategie, um dieses Ziel zu erreichen“, sagt die Greenpeace-Energieexpertin Lisa Göldner. „Die Regierungen von Deutschland und anderen europäischen Staaten sollten das zerstörerische Big-Oil-Geschäft viel strenger regulieren und so den Umstieg auf Erneuerbare Energien beschleunigen.“

Nachhaltige Fonds, in denen keine Ölaktien stecken, hat ECOreporter hier getestet.

Verwandte Artikel

06.07.23
 >
21.03.23
 >
16.05.26
 >
04.12.25
 >
26.12.25
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x