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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Hörgerätehersteller Sonova: Gewinnprognose gesenkt, Investitionen sollen steigen
Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova hat nach dem ersten Geschäftshalbjahr 2023/24 (April bis September) seine Gewinnprognose gekappt. In den sechs Monaten schrumpften Gewinn und Umsatz des ECOreporter-Aktien-Favoriten. Trotzdem will das Unternehmen mehr investieren.
Zwischen April und September sank der Umsatz um 5,1 Prozent auf 1,75 Milliarden Schweizer Franken. Besonders nachteilig wirkten sich Wechselkurse aus, erklärte der Konzern. In Lokalwährungen sei der Umsatz um 1,6 Prozent gestiegen.
Investitionspläne drücken Ergebnisprognose
Wie Sonova erklärte, litt das Geschäft auch "unter dem Verlust eines großen US-Kunden". Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um die US-Großhandelskette Costco Wholesale. Bislang hatte Costco die Sonova-Geräte unter einem eigenen Markennamen verkauft.
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Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um rund 12 Prozent auf 350,0 Millionen Franken. Auch hier wurde in Lokalwährungen ein leichtes Plus von 2,5 Prozent erzielt. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 249,6 Millionen Franken, nach 296,2 Millionen Euro im Vorjahr. Das entsprach den Erwartungen am Markt.
Aufgrund erhöhter Investitionen erwartet Sonova im laufenden Geschäftsjahr beim EBITDA nur noch einen Anstieg von 4 bis 8 Prozent. Bislang wurde ein Plus von 6 bis 10 Prozent in Aussicht gestellt. Der Umsatz soll hingegen weiterhin um 3 bis 7 Prozent wachsen.
"Nach einem erwartungsgemäß verhaltenen Start konnten wir im Verlauf des ersten Geschäftshalbjahres eine deutliche Beschleunigung verzeichnen", erklärte Sonova-Chef Arnd Kaldowski. "Aufbauend auf dieser positiven Entwicklung und unterstützt durch höhere Investitionen sind wir zuversichtlich, dass sich das Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr deutlich beschleunigen wird."
Mittelfristig peilt Sonova ein jährliches Umsatzwachstum zwischen 6 und 9 Prozent an, dazu sollen auch Firmenübernahmen beitragen. Das jährliche EBITDA-Plus soll 7 bis 11 Prozent betragen. Die Prognosen gelten allerdings ohne Berücksichtigung von Wechselkurseinflüssen.
Wie bei allen Schweizer Wertpapieren ist auch der Kauf und Verkauf der Sonova-Aktie in EU-Ländern aufgrund von Streitigkeiten mit der EU nur eingeschränkt möglich. Wie bei anderen Unternehmen gibt es von Sonova allerdings einen sogenannten American Depositary Receipt (ADR), einen US-amerikanischen Hinterlegungsschein, der wie eine Aktie an Börsen gehandelt wird – auch in der EU.
Im Handel an der Börse Frankfurt ist der ADR aktuell 5,5 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 49,80 Euro (Stand: 21.11.2023, 9:06 Uhr). Auf Monatssicht hat der ADR 12,2 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist er 0,4 Prozent im Plus.
Ein Einstieg bleibt möglich
Der Sonova-ADR entspricht einem Fünftel der regulären Aktie. ADRs sind voll dividendenberechtigt, dementsprechend besteht mit dem Sonova 1/5-ADR ein Anspruch auf ein Fünftel der regulären Dividende. Die gute erwartete Dividendenrendite von 2 Prozent für das laufende Geschäftsjahr ist für ADR und Aktie identisch, ebenso das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22.
ECOreporter sieht Sonova stark aufgestellt. Das Unternehmen wächst stetig und beweist Weitsicht durch strategische Zukäufe wie bei der Marke Sennheiser, mit der Sonova auf den Markt für Kopfhörer expandierte. Anlegerinnen und Anleger können mit einer kleinen Position einsteigen.
Sonova ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.
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Sonova Holding 1/5 ADR: ISIN US83569C1027 / WKN A12HSY
Sonova Holding AG: ISIN CH0012549785 / WKN 893484