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Hafermilch-Aktie: Oatly senkt Kosten, bleibt aber in den roten Zahlen
Der schwedische Hafermilchhersteller Oatly schafft es weiterhin nicht aus der Verlustzone. Wie sind die Aussichten für die Aktie?
Im ersten Quartal 2025 setzte Oatly 198 Millionen US-Dollar um, ein Minus von 0,8 Prozent zum Vorjahresquartal. Ohne Berücksichtigung von Wechselkursen stieg der Umsatz um 0,7 Prozent. Während der Absatz in Europa und vor allem in Nordamerika schwächelte, legte er in China kräftig zu.
Sondereffekte begrenzen den Verlust
Weil der Konzern seine Kosten deutlich senken konnte und von positiven Bewertungseffekten bei seinen Wandelanleihen profitierte, verringerte sich der Nettoverlust von knapp 46 Millionen Dollar auf 12,4 Millionen Dollar. Oatly-Chef Jean-Cristophe Flatin sieht sein Unternehmen weiterhin auf einem guten Weg, seine Jahresziele zu erreichen. Flatin erwartet einen Umsatzanstieg ohne Berücksichtigung von Währungseffekten um 2 bis 4 Prozent und einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 5 bis 15 Millionen Dollar. Heißt: Unter dem Strich könnte auch 2025 erneut ein Nettoverlust stehen.
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Die Oatly-Aktie hat seit 2021 stetig an Wert verloren. Im Jahresvergleich büßte sie 62 Prozent ein, auf drei Jahre gesehen beträgt das Minus 87 Prozent. Zuletzt ging es auf niedrigem Niveau etwas aufwärts, auf Monatssicht ist die Aktie 14 Prozent im Plus. Heute kostet sie an der Frankfurter Börse 8,90 Euro (Stand 20.5.2025, 8:35 Uhr).
Oatly schreibt seit seiner Gründung rote Zahlen. Um profitabler zu werden, hat das Unternehmen seine Fabrik in Singapur geschlossen und will das zweite geplante Werk in China nicht mehr bauen, da die bestehenden Produktionskapazitäten in China ausreichend seien.
Reicht das Geld auf lange Sicht?
Der Konzern bleibt wackelig finanziert: Ende März standen Vermögenswerten von 793 Millionen Dollar Verbindlichkeiten in Höhe von 671 Millionen Dollar gegenüber, darunter Wandelanleihen mit einem Volumen von 311 Millionen Dollar. Mitte Februar legte Oatly je 20 alte Aktien zu einer neuen zusammen, um seine Handelszulassung an der US-Heimatbörse Nasdaq nicht zu gefährden (ECOreporter berichtete hier).
ECOreporter rät bereits seit Börsenstart von einem Einstieg in die Oatly-Aktie ab und tut dies auch weiterhin. Das Unternehmen besitzt keinen signifikanten technologischen Vorsprung gegenüber seinen Wettbewerbern. Und die Konkurrenz ist groß, gerade durch deutlich günstigere Milchersatzprodukte, die Supermarktketten und Drogeriemärkte mit ihren Eigenmarken anbieten.
Oatly Group AB ADR: ISIN US67421J2078 / WKN A41264