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Rote Zahlen, Investitionsstopp: Oatly-Aktie verliert 38 %
Der schwedische Hafermilchhersteller Oatly hat seine Marge verbessert, macht aber weiterhin Verlust und stoppt einen Fabrikneubau in China. Die Aktie fährt Achterbahn, allerdings überwiegend abwärts.
Oatly hat 2024 knapp 824 Millionen US-Dollar umgesetzt, ein Plus von 5,1 Prozent zum Vorjahr. Die Absatzmenge stieg um 8,8 Prozent. Vor allem in Nordamerika, aber auch in Europa gewann der Konzern Marktanteile. Profitabel ist das Unternehmen allerdings weiterhin nicht: 2024 betrug der Verlust vor Steuern 199 Millionen Dollar, nach 408 Millionen Dollar im Vorjahr.
Für 2025 rechnet Oatly mit 2 bis 4 Prozent mehr Umsatz (ohne Berücksichtigung von Wechselkursschwankungen) und einem um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 5 bis 15 Millionen Dollar. 2024 lag das EBITDA bei minus 136 Millionen Dollar.
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Um profitabler zu werden, hat Oatly bereits im Dezember die Schließung seiner Fabrik in Singapur bekannt gegeben. Diese Woche teilte das Management zudem mit, dass das zweite geplante Werk in China nicht mehr gebaut werde, da die bestehenden Produktionskapazitäten in China ausreichend seien.
Oatly bleibt wackelig finanziert: Ende Dezember standen Vermögenswerten von 804 Millionen Dollar Verbindlichkeiten in Höhe von fast 700 Millionen Dollar gegenüber, darunter Wandelanleihen mit einem Volumen von 324 Millionen Dollar.
Aktie verliert 94 Prozent in drei Jahren
Nach Bekanntgabe der neuen Zahlen und des Baustopps in China hat die Oatly-Aktie am gestrigen Mittwoch 38 Prozent an Wert verloren und stürzte bis auf 0,336 Euro ab. Heute konnte sie einen Teil der Einbußen aufholen und notiert aktuell im Tradegate-Handel 17 Prozent im Plus bei 0,441 Euro (Stand 13.2.2025, 9:16 Uhr).
Oatly schreibt seit seiner Gründung rote Zahlen, der Finanzmarkt hat das Vertrauen in das Unternehmen mittlerweile weitestgehend verloren. Im Jahresvergleich ist die Aktie 68 Prozent im Minus, auf drei Jahre gesehen hat sie 94 Prozent an Wert eingebüßt. Anfang Februar kündigte Oatly eine Aktienzusammenlegung an (ECOreporter berichtete hier).
ECOreporter rät bereits seit Börsenstart von einem Einstieg in die Oatly-Aktie ab und tut dies auch weiterhin. Das Unternehmen besitzt keinen signifikanten technologischen Vorsprung gegenüber seinen Wettbewerbern. Und die Konkurrenz ist groß, gerade durch deutlich günstigere Milchersatzprodukte, die Supermarktketten und Drogeriemärkte mit ihren Eigenmarken anbieten.
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Oatly Group AB ADR:
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