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Halbleiterkonzern TSMC baut Fabrik in Dresden
Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) wird in Dresden mit staatlicher Förderung eine Halbleiterfabrik errichten. Wie aussichtsreich ist die TSMC-Aktie?
Der taiwanesische Konzern geht davon aus, dass der neue Standort am Dresdener Flughafen etwa 10 Milliarden Euro kosten wird. Die Hälfte des Geldes soll aus dem staatlichen Klima- und Transformationsfonds (KTF) kommen, 3,5 Milliarden Euro von TSMC, der Rest anteilig von den Unternehmen Bosch, Infineon und NXP, mit denen zusammen TSMC das Werk bauen will. TSMC hält 70 Prozent der Anteile an dem Joint Venture, die anderen Firmen je 10 Prozent. Bosch und Infineon betreiben beziehungsweise bauen in Dresden bereits Halbleiterwerke.
2.000 neue Arbeitsplätze
In der neuen Fabrik möchte TSMC ab Ende 2027 Halbleiter auf 300-Millimeter-Wafern produzieren, vor allem für die Automobilindustrie. Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2024 vorgesehen. In dem Werk sollen etwa 2.000 Menschen arbeiten, die staatlichen Subventionen müssen noch von der EU-Kommission genehmigt werden.
Die TSMC-Aktie kostete gestern an der Frankfurter Börse nahezu unverändert zum Vortag 87,00 Euro (Stand 8.8.2023, 14:56 Uhr). Nach hohen Verlusten 2022 ist die Aktie seit Oktober 2022 mit starken Schwankungen auf Erholungskurs, befindet sich seit Mitte Juni aber wieder in einer Abwärtsbewegung. Im Jahresvergleich notiert der Kurs 1 Prozent im Minus, auf fünf Jahre gesehen hat er fast 150 Prozent zugelegt.
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TSMC will in den nächsten Jahren mehrere neue Fabriken hochziehen, unter anderem in den USA und in Taiwan (ECOreporter berichtete zuletzt hier). Als Technologieführer bei hochmodernen Chips steht der Konzern wirtschaftlich sehr gut da. Die größte Unsicherheit ist die Bedrohung durch China. Das Regime in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und droht seit Jahren damit, die Armee einzusetzen, sollte sich Taiwan für unabhängig erklären.
Die Anlagerisiken bei TSMC haben sich auch deshalb erhöht, weil die Gefahr einer gewaltsamen Annexion Taiwans seit Beginn des Ukraine-Krieges gestiegen ist. Immerhin: Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19 beziehungsweise 15 für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 ist die Aktie nicht teuer. Sie bleibt aber ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger.
Welche anderen Chip-Aktien momentan interessant sind, erfahren Sie im ECOreporter-Dossier Nachhaltige Halbleiter-Aktien: Bis 770 % Plus in fünf Jahren.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR: ISIN US8740391003 / WKN 909800
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09.03.26
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