Solarpark von hep in den USA. / Foto: Unternehmen

  Anleihen / AIF

hep: Konzernumsatz gesunken – wie entwickeln sich die Anleihen?

Der Konzern der hep global GmbH erzielte 2023 Umsatzerlöse von rund 73,3 Millionen Euro (2022: 94,8 Millionen Euro). Insbesondere der Verkauf eines großen, noch nicht errichteten Projektes an einen hep-Fonds im Dezember 2023 verhinderte einen deutlich geringeren Konzernumsatz. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich von 0,4 Millionen Euro (2022) auf 1,7 Millionen Euro (2023).

Die hep global GmbH ist das Mutterunternehmen des international operierenden hep-Konzerns. Die Geschäftstätigkeit gliedert sich in die Bereiche Services und Investments. Der Bereich Services beschäftigt sich mit der Entwicklung, dem Erwerb, dem Bau und dem Betrieb von Photovoltaikanlagen. Diese Leistungen erbringt der Konzern im Auftrag der von ihm im Bereich Investments aufgelegten Alternativen Investmentfonds (AIFs).

In welche Bereiche und Märkte ist der hep-Konzern 2023 neu eingestiegen? Wie ist der Ausblick für 2024? Welche für die Anleihegläubigerinnen und Anleihegläubiger wichtige Kennzahl hat sich deutlich verändert?

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Verkauf von kanadischem Großprojekt

Im Bereich Services hat der hep-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 64,8 Millionen Euro (Vorjahr: 86,5 Millionen Euro) erzielt. Hiervon entfielen 61,9 Millionen Euro (Vorjahr: 38,3 Millionen Euro) auf Projektentwicklungsleistungen.

Die Erlöse aus Projektentwicklungsleistungen setzten sich gemäß den Angaben im hep-Konzernbericht vor allem aus dem Verkauf von Projekten in Japan und Kanada an Tochtergesellschaften von deutschen hep-Fondsgesellschaften sowie dem Verkauf von Projekten in den USA zusammen. Das größte Projekt in Kanada wurde laut hep im Dezember 2023 für 42,2 Millionen Euro verkauft. Der Baustart des Projekts werde laut Konzernbericht im Geschäftsjahr 2024 erfolgen und aufgrund der Größe des Projekts von einem externen Baudienstleister durchgeführt werden.

In den USA wurden aus mehreren Projektentwicklungen Erlöse von 9,2 Millionen Euro erzielt. Darüber hinaus wurde in Japan für ein Projekt ein Verkaufserlös von 4,9 Millionen Euro erzielt. Für das Projekt soll ebenfalls im Geschäftsjahr 2024 der Baustart erfolgen und hep als Baudienstleister auftreten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde im Gegensatz zum Vorjahr keine Errichtung von Solarparks abgeschlossen. Dies führte laut Konzernbericht einerseits zu geringeren Umsatzerlösen in diesem Bereich, andererseits haben die im Bau befindlichen Parks maßgeblich zu positiven Bestandsveränderungen in Höhe von rund 17,7 Millionen Euro beigetragen.

Mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von 17,5 auf 19,1 Millionen Euro gestiegen. Ursächlich hierfür war laut Konzernbericht die Zunahme der Mitarbeiterzahl von 171 auf 194 Personen, die durch den weiteren Aufbau der Organisation verursacht sei. Der durchschnittliche Personalaufwand je Mitarbeiterin und Mitarbeiter betrug 106.000 Euro.

Verbindlichkeiten deutlich gestiegen

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stiegen laut Konzernbilanz zum 31.12.2023 auf rund 80 Millionen Euro (31.12.2022: rund 25 Millionen Euro). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Fonds-Gesellschaften und deren Tochterfirmen in Höhe von rund 73 Millionen Euro (Vorjahr: rund 24 Millionen Euro).

Die Verbindlichkeiten des hep global-Konzerns erhöhten sich gemäß Konzernbilanz zum 31.12.2023 auf rund 139 Millionen Euro (31.12.2022: rund 81 Millionen Euro). Die Konzerneigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2023 nur rund 0,26 Prozent (31.12.2022: rund 1,00 Prozent).

Neue Bereiche in 2023

Gegenwärtig ist der Konzern laut Geschäftsbericht 2023 in Deutschland, Japan, den USA, Kanada sowie Polen aktiv. Der Markteintritt in Polen wurde 2023 durch den Ankauf von Projektrechten vollzogen.

Im Jahr 2023 wurde auch die erste große Dachsolaranlage unter dem Produkt „hep yolar“ in Betrieb genommen. Weitere Anlagen sollen in den kommenden Jahren folgen und diesen Geschäftszweig kontinuierlich ausbauen.

2023 wurde zudem laut hep-Konzernbericht die Strategie um „Managed Accounts“ erweitert. Hierzu werden mit externen Investoren Entwicklungsvereinbarungen abgeschlossen, um Solarprojekte exklusiv für diese zu entwickeln und zu errichten. Managed Accounts sollen in den kommenden Monaten und Jahren als weitere strategische Option neben den Alternativen Investmentfonds und der Entwicklung auf eigene Rechnung ausgebaut werden.

Prognose für 2024

Für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert der Konzern im Geschäftsbericht einen Umsatz zwischen 70 und 75 Millionen Euro. Wie für das Geschäftsjahr 2023 werde für 2024 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) innerhalb einer Spanne von rund 0 Millionen Euro bis 5 Millionen Euro erwartet. 2024 erweitere hep sein Geschäft im europäischen Markt und die Projektpipeline kontinuierlich.

Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr 2024 Entwicklungsvereinbarungen abgeschlossen, in deren Rahmen Projekte exklusiv für einzelne Investoren entwickelt und gebaut werden, während die Investoren die Finanzierung leisten. In allen Märkten wird im Geschäftsjahr 2024 ein Fokus auf die weitere Sicherung von Solarprojekten gelegt.

Börsennotierter Green Bond noch in der Platzierung

Der Green Bond, der 2023 begeben wurde und im Laufe des Jahres 2024 weiter platziert wird, soll diese Entwicklung unterstützen und beschleunigen. An der Börse Frankfurt notiert der Green Bond 2023/2028 (ISIN: DE000A351488) derzeit bei 96,20 Prozent seines Nennwertes (Stand: 2.7.2024, 8:01 Uhr).

ECOreporter hat das Anleiheangebot eingehend geprüft. Wie sieht das Geschäftsmodell der hep solar projects GmbH konkret aus? Überwiegen für die Anleiheemittentin – und damit auch für die Anlegerinnen und Anleger – die Chancen oder die Risiken? Wie schätzt ECOreporter das Anleiheangebot ein?

Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie in unserer ausführlichen Analyse.

Im Mai 2021 hatte die hep global GmbH eine Anleihe angeboten und mit 25 Millionen Euro vollplatziert. Der Green Bond 2021/2026 (ISIN: DE000A3H3JV5) bietet einen Zins von 6,5 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von inzwischen noch rund zwei Jahren. An der Börse Frankfurt notiert die Anleihe derzeit bei 95,5 Prozent ihres Nennwertes (Stand: 2.7.2024, 8:01 Uhr).

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