Home Depot hat Kunden im US-Bundesstaat Kalifornien angeblich überhöhte Preise berechnet. / Foto: The Home Depot

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Home Depot: 2 Millionen Dollar für Beilegung von Klage wegen überhöhter Preise

Die US-Baumarktkette Home Depot hat in den USA einer Vergleichszahlung über 2 Millionen US-Dollar zugestimmt, um eine Klage beizulegen. Dem ECOreporter-Aktien-Favoriten war vorgeworfen worden, dass Kunden höhere Preise als die eigentlich ausgewiesenen zahlen mussten.

Mehrere Staatsanwälte in Kalifornien hatten demnach vor dem obersten Gericht des Bundesstaats geklagt. Dabei ging es um "Scanner-Verstöße", bei denen die Preise auf den Artikeln oder auf den Regaletiketten nicht mit den Preisen an der Kasse übereinstimmten, wenn die Barcodes gescannt wurden. Dies habe zu höheren Preisen geführt.

Geld geht an Verbraucherschutz

Der Vergleich, der kein Eingeständnis eines Fehlverhaltens beinhaltet, wurde bereits richterlich genehmigt. "Um Verlässlichkeit für unsere Kunden zu gewährleisten, haben wir den Zeitpunkt unserer Preisänderungen aktualisiert", erklärte Home Depot als Reaktion auf eine Bitte um Stellungnahme durch den US-Sender CNBC.

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Der Vergleich umfasst 1,7 Millionen Dollar, die unter mehreren Staatsanwaltschaften für die Durchsetzung des Verbraucherrechts aufgeteilt werden. Ebenfalls enthalten sind dem Antrag zufolge 177.251 Dollar für die Verbraucherschutzbehörden in diesen Bezirken sowie jeweils 50.000 Dollar für eine gemeinnützige Organisation zur Überwachung von Verbrauchern in der Landwirtschaft sowie für einen Treuhandfonds zur Verfolgung von Betrügern.

Im Rahmen der Vereinbarung, die sich auf die kalifornischen Filialen bezieht, wird Home Depot angewiesen, stets die niedrigsten angegebenen Preise zu verwenden, einen internen Preisüberwacher auf Führungsebene einzustellen, die Manager in jeder kalifornischen Filiale mit der Überprüfung der Preisgenauigkeit zu beauftragen und der Staatsanwaltschaft Aufzeichnungen über die Preisgenauigkeit zur Verfügung zu stellen.

In den USA weisen Preisschilder in Geschäften einen Bruttopreis aus. An der Kasse werden Steuern in Form einer sogenannten "Sales Tax" aufaddiert, sodass Kunden letztlich mehr als die ausgewiesenen Preise zahlen. Das macht die Preiskontrolle für Verbraucher schwieriger.

Die Home Depot-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell 0,2 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 350,00 Euro (Stand: 23.9.2024, 8:33 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 4,3 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 20,9 Prozent an Wert gewonnen.

Home Depot spürt derzeit die schwache Konjunktur und eine geringere Nachfrage. Nach dem zweiten Quartal senkte der Baumarkt-Konzern seine Jahresprognose. ECOreporter sieht bei Home Depot aber weiterhin solide Aussichten. Der Konzern ist robust finanziert, besitzt fast die Hälfte seiner eigenen Aktien und erzielt auch in schwächeren Phasen ordentliche Renditen.

Die Aktie ist derzeit mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von 25 für einen Einstieg vertretbar bewertet. Die erwartete Dividendenrendite liegt bei 2,4 Prozent. Ein ausführliches ECOreporter-Porträt von Home Depot können Sie hier lesen.

Home Depot ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Nachhaltige Dividendenkönige. Lesen Sie auch: Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen.

The Home Depot Inc.: ISIN US4370761029 / WKN 866953

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