Intels neue Core Ultra-Chips sollen schneller sein und weniger Strom verbrauchen als bisherige Chip-Serien. / Foto: Intel

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Intel stellt neue Prozessoren mit KI-Schwerpunkt vor

Der US-Chiphersteller Intel hat auf seiner Firmenveranstaltung "AI Everywhere-Event" weitere sogenannte Core Ultra-Chips für Laptops und Tablets vorgestellt. Der ECOreporter-Aktien-Favorit verspricht "erhebliche Leistungs- und Effizienzverbesserungen" für die Halbleiter mit einem großen Fokus auf Künstlicher Intelligenz (KI).

Laut Intel stellt die Core Ultra-Reihe die größte architektonische Veränderung in 40 Jahren Chipherstellung dar. Dem Konzern zufolge sollen die Prozessoren dank einer neuen Architektur eine höhere Leistung und Energieeffizienz ermöglichen.

Chips sollen weniger Strom verbrauchen als die Konkurrenz

Die Halbleiter werden mit Intels aktuell modernster Fertigungsmethode "Intel 4" hergestellt, die der Konzern 2022 mit zweijähriger Verspätung einführte und die die Produktion von Chips mit einer Strukturbreite von sieben Nanometern ermöglicht. Ein Nanometer ist etwa 70.000-mal so dünn wie ein menschliches Haar. Je geringer die Strukturbreite, desto mehr Chips passen in der Produktion auf eine Wafer-Scheibe, und die einzelnen Chips verbrauchen dann weniger Strom. Die Intel-Konkurrenten Samsung aus Südkorea und TSMC aus Taiwan können bereits Chips mit einer Strukturbreite von zwei bis drei Nanometern herstellen. Intel will damit im nächsten Jahr beginnen, entsprechende Tests waren laut Unternehmen schon erfolgreich.

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Bei der Präsentation der Chips verglich sich Intel explizit mit der Konkurrenz. So sollen die neuen Halbleiter bis zu 79 Prozent weniger Strom verbrauchen als ein vergleichbares Modell des US-Wettbewerbers AMD. Kunden sollen zudem eine Reihe von weiteren Verbesserungen im Alltag spüren, etwa 48 Prozent mehr Leistung beim Streaming von Netflix oder 7 Prozent beim Surfen im Internet.

Auch die integrierten Grafikkapazitäten der Chips will Intel verbessert haben. Kunden könnten demnach eine doppelt so hohe Grafikleistung erwarten wie mit Prozessoren der vorherigen Generation.

Einen großen Schwerpunkt legt der Konzern auf Künstliche Intelligenz. Eine neue Technologie namens "Intel AI Boost" soll bei entsprechenden Anwendungen eine mehr als doppelt so hohe Effizienz bieten können.

Die Intel Core Ultra-Serien H und U sind ab sofort erhältlich. Weitere Modelle werden im ersten Quartal 2024 erscheinen. Laut Intel haben Hardware-Partner des Konzerns schon mehr als 230 PC-Designs mit den neuen Prozessoren vorbereitet.

Die Intel-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 41,43 Euro (Stand: 15.12.2023, 9:37 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 4,4 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 62 Prozent im Plus.

Die Geschäfte von Intel laufen seit 2022 schlecht, die Dividende wurde um zwei Drittel gekürzt. Auch 2023 belasten hohe Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Fertigung sowie die Schwäche am PC-Markt die Ergebnisse. Das Jahr wird der Konzern vermutlich in den roten Zahlen abschließen.

Für Intel spricht die politische Rückendeckung in den USA und dass der Konzern über eigene Fertigungsanlagen verfügt – die EU und die USA hoffen auf den Aufbau einer von Asien unabhängigeren Chip-Produktion. Aktuell ist die Intel-Aktie aber ein Investment mit erhöhtem Risiko. Für 2024, wenn der Konzern wieder Gewinne erzielen will, liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie derzeit bei hohen 43. Die erwartete Dividendenrendite für das aktuelle Geschäftsjahr beträgt 2,0 Prozent.

Intel ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Dividendenkönige. Lesen Sie hier unser Unternehmensporträt. Welche Dividendenkönige ECOreporter derzeit empfiehlt, erfahren Sie in unserem großen Überblick.

Aussichtsreiche Halbleiter-Aktien finden Sie im Artikel Bei diesen nachhaltigen Chip-Aktien bieten sich Kaufgelegenheiten

Intel Corp.: ISIN US4581401001 / WKN 855681

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