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Investoren wollen Bahnkonzern Talgo kaufen – Aktie gewinnt 12 %
Eine ungarische Investorengruppe hat dem spanischen Eisenbahnbauer Talgo ein vorläufiges Kaufangebot unterbreitet. Für die Aktie geht es aufwärts.
Talgo teilte gestern in einer Börsenmeldung mit, eine nicht namentlich genannte Firmengruppe aus Ungarn wolle 5 Euro pro Talgo-Aktie zahlen. Talgo hat eigenen Angaben zufolge keine Kenntnis darüber, ob die Investoren ein öffentliches Kaufangebot abgeben werden.
Die Talgo-Aktie war gestern nach Bekanntgabe der Kaufpläne für einige Stunden vom Börsenhandel ausgesetzt. Bei Handelsschluss hatte sie 12 Prozent zum Vortag zugelegt. Aktuell steht der Kurs an der Frankfurter Börse bei 4,36 Euro (17.11.2023, 9:10 Uhr), also weiterhin unterhalb des vorläufigen Kaufpreisangebots. Im Jahresvergleich hat die Aktie 48 Prozent zugelegt, auf fünf Jahre gesehen notiert sie 4 Prozent im Minus.
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Talgo hat diese Woche solide Geschäftszahlen für die ersten drei Quartale 2023 gemeldet. Umsatz und Gewinn sind zum schwachen Vorjahr gestiegen, die Margen bleiben allerdings weiter wackelig. Deutlich höhere Gewinne erwartet der Konzern erst wieder 2025.
Vor diesem Hintergrund ist die Talgo-Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 für 2023 und 17 für 2024 nicht günstig bewertet. Hinzu kommen Unsicherheiten wegen des vorläufigen Kaufangebots aus Ungarn. Spekulanten könnten den Aktienkurs in nächster Zeit bis auf den genannten Kaufpreis von 5 Euro hochtreiben. Sollte es aber kein öffentliches Angebot geben, dürfte der Kurs wieder deutlich fallen. ECOreporter rät derzeit von einem Einstieg in die Aktie ab.
Lesen Sie auch das zweiteilige ECOreporter-Dossier 20 nachhaltige Eisenbahnaktien: Unterwegs auf grünen Schienen.
Talgo S.A.: ISIN ES0105065009 / WKN A14SE5