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KD-Bank feiert 100-jähriges Bestehen
Am 2. Oktober 1925 wurde der Grundstein für die Landeskirchliche Kreditgenossenschaftsbank für Sachsen im Ständehaus in Dresden gelegt. Genau 100 Jahre später feierte dort das Geldhaus, das schon lange Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) heißt und seinen Hauptsitz in Dortmund hat, seinen runden Geburtstag.
1925, einige Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, brachten mehrere Theologen, Juristen und politische Verantwortungsträger die Landeskirchliche Kreditgenossenschaftsbank für Sachsen im damaligen Sitz des sächsischen Landtags auf den Weg. Das Institut vergab als erste evangelische Kirchenbank Deutschlands Kredite an Kirche und Innere Mission (heute Diakonie), damit diese ihre sozialen Aufgaben wahrnehmen konnten.
Startschuss in Krisenzeiten
Die Gründungsphase fiel in eine Zeit der Not, die deutsche Bevölkerung litt unter den Auswirkungen einer Hyperinflation. Kirche und Innere Mission erhielten keine Kredite mehr von den etablierten Banken und Sparkassen. Die Entscheidung der Gründerväter, eine kirchliche Genossenschaftsbank zu gründen, schloss diese Lücke. Heute zählt die KD-Bank mit einem betreuten Kundenvolumen von über 9 Milliarden Euro zu den großen Genossenschaftsbanken in Deutschland.
Das Anliegen der Gründer, mit Krediten und Darlehen Gutes auf den Weg zu bringen, habe sich erfüllt und bilde auch heute noch den Kernauftrag der Bank, sagte der Vorstandsvorsitzende Ekkehard Thiesler bei dem Festakt. Ein wichtiger Aspekt ihres erfolgreichen Wirkens sei nach wie vor ihre Rechtsform als Genossenschaft. „Wir sind unseren Mitgliedern und Kunden aus Kirche und Diakonie verpflichtet, nicht anonymen Investoren. Unser Handeln basiert auf demokratischen Werten, und wir nehmen Verantwortung ernst“, so Thiesler.
Die Festrede zum 100-jährigen Jubiläum hielt Thomas de Maizière, Bundesminister a. D. und ehemaliger Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Die KD-Bank sei ein ausgezeichnetes Beispiel für das Gelingen der deutschen Einheit, sagte er am Vorabend des 3. Oktober. De Maizière spannte den Bogen von den Gründerpersönlichkeiten der Bank aus Ost- und Westdeutschland mit ihrem ausgeprägten Gestaltungswillen hin zu einem der aktuellen Schwerpunkte der KD-Bank: der Nachhaltigkeit. Die Bank beschreite hier seit Jahren einen transparenten und vielseitig anerkannten Weg, der zukunftsfest und damit auch zukunftsweisend sei, so de Maizière.
Mehr Informationen zur KD-Bank und weiteren nachhaltigen Finanzinstituten finden Sie auf der ECOreporter-Bankenseite.