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Knorr-Bremse steigert Gewinn, wird optimistischer
Der Münchner Bremsenspezialist Knorr-Bremse hat im zweiten Quartal 2024 einen höheren Gewinn erzielt. Auch für das Gesamtjahr wird der Konzern zuversichtlicher.
Nach vorläufigen Zahlen erzielte Knorr-Bremse zwischen April und Juni einen Umsatz von 2 Milliarden Euro und lag damit auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 13 Prozent auf rund 252 Millionen Euro. Netto verbesserte sich der Gewinn je Aktie von 0,74 auf 0,90 Euro – obwohl Einmaleffekte das Ergebnis mit etwa 0,13 Euro belasteten.
Management erwartet bessere Marge
Die operative EBIT-Marge erreichte rund 12,5 Prozent nach 11,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Strategieprogramm "BOOST 2026" habe sich "bereits positiv auf unsere Umsatzentwicklung und kostenreduzierend ausgewirkt", erklärte Knorr-Bremse-Chef Marc Llistosella.
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Im Rahmen des Programms möchte der Konzern bis 2026 einen Jahresumsatz von 8 bis 9 Milliarden Euro und eine operative EBIT-Marge von mehr als 14 Prozent erreichen. Dafür will Knorr-Bremse Kosten- und Effizienzmaßnahmen durchführen und stellt Geschäftseinheiten mit einem Umsatzvolumen von 1,4 Milliarden Euro infrage.
Gleichzeitig werden die Aktivitäten in anderen Bereichen ausgeweitet. So meldete Knorr-Bremse im April den Kauf der nordamerikanischen Bahnsignaltechniksparte des französischen Eisenbahnkonzerns Alstom. ECOreporter berichtete hier.
Auch den Ausblick für das Gesamtjahr 2024 erhöhte Knorr-Bremse. Der Konzern erwartet nun eine operative EBIT-Marge zwischen 11,5 und 13,0 Prozent, nach bislang 11,5 bis 12,5 Prozent. Der Umsatz soll unverändert bei 7,7 bis 8 Milliarden Euro liegen. Dabei sei der noch abzuschließende Erwerb des Bahnsignaltechnikgeschäfts von Alstom in Nordamerika nicht berücksichtigt, wie das Unternehmen erklärte.
An der Börse kamen die Zahlen gut an, die Knorr-Bremse-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 2,9 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 74,20 Euro (Stand: 30.7.2024, 9:20 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 5,4 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 16,1 Prozent an Wert gewonnen.
Aktie mit deutlichen Schwankungen
Knorr-Bremse produziert Bremssysteme insbesondere für LKWs und Schienenfahrzeuge. Die Geschäfte laufen derzeit gut, allerdings spielt der Absatz in China eine wichtige Rolle für den Konzern, was ein Risiko bleibt.
Vor diesem Hintergrund ist das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2024 mit 18 nicht niedrig. Aktuell eignet sich die schwankungsanfällige Aktie nach Einschätzung von ECOreporter nur für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger mit sehr langem Atem. In den vergangenen fünf Jahren hat die Aktie 20 Prozent an Wert verloren.
Eine ECOreporter-Einschätzung der Alstom-Aktie finden Sie im Dossier Weichen stellen für die Klimawende: Diese nachhaltigen Bahnaktien sind jetzt attraktiv.
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Knorr-Bremse AG: ISIN DE000KBX1006 / WKN KBX100