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Knorr-Bremse hebt Dividende an
Der Münchner Bremsenhersteller Knorr-Bremse will seine Dividende um 7 Prozent erhöhen. Trotzdem sinkt der Aktienkurs.
Knorr-Bremse kündigte Ende letzter Woche an, man werde der Hauptversammlung eine Anhebung der Ausschüttung von 1,64 Euro auf 1,75 Euro je Aktie vorschlagen. Damit läge die Dividendenrendite auf Basis des aktuellen Börsenkurses bei 2 Prozent.
Der Nettogewinn des Konzerns war 2024 zwar um 17 Prozent gesunken (ECOreporter berichtete hier). Da das Management aber eine Dividende ausschütten möchte, die „die operative Performance des Unternehmens widerspiegelt“, und der Gewinn vor Zinsen und Steuern im letzten Jahr um 4,7 Prozent zugelegt hatte, soll die Ausschüttung steigen. Der Nettogewinn war 2024 vor allem wegen hoher Restrukturierungskosten zurückgegangen.
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An der Börse kommt es offenbar nicht gut an, dass Knorr-Bremse für die höhere Dividende rund 60 Prozent seines Jahresgewinns verwenden will. Die Dividendenpolitik des Unternehmens sieht eigentlich eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50 Prozent vor. Die Aktie hat vor allem am letzten Donnerstag deutlich an Wert eingebüßt, auf Wochensicht notiert sie 4 Prozent im Minus. Aktuell kostet das Papier im Xetra-Handel 88,70 Euro (Stand 24.3.2025, 9:56 Uhr)
Auftragsbestand auf Rekordniveau
Langfristig hat sich die Aktie uneinheitlich entwickelt. Zwischen Anfang 2021 und Herbst 2022 verlor sie stark, seitdem geht es mit einigen Schwankungen wieder aufwärts. Auf Jahressicht ist der Kurs um 22 Prozent gestiegen, auf fünf Jahre betrachtet notiert er 12 Prozent im Plus.
Knorr-Bremse fertigt Bremssysteme für Schienenfahrzeuge und Lkws. Der Auftragsbestand lag Ende 2024 mit 7,2 Milliarden Euro auf Rekordniveau. Das Management geht davon aus, dass der Umsatz in diesem Jahr von 7,9 Milliarden Euro auf 8,1 bis 8,4 Milliarden Euro steigen wird. Die operative Gewinnmarge soll sich von 11,6 Prozent auf 12,5 bis 13,5 Prozent verbessern. Gleichzeitig könnten allerdings weitere Restrukturierungskosten von bis zu 50 Millionen Euro anfallen, um die weltweite Produktion zu optimieren.
Für zusätzliche Risiken sorgt das für den Konzern wichtige China-Geschäft. Vor diesem Hintergrund ist die Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2025 von 21 eher hoch bewertet. Das Papier bleibt nach Einschätzung von ECOreporter nur eine Option für risikoaffine Anlegerinnen und Anleger mit langem Atem.
Knorr-Bremse AG: ISIN DE000KBX1006 / WKN KBX100
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