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L'Occitane verkauft Marke Grown Alchemist an eigenen Interims-Chef
Der französische Naturkosmetikhersteller L'Occitane verkauft seine australische Marke Grown Alchemist an seinen scheidenden Interims-CEO André Hoffmann. Mit diesem Schritt wird Hoffmann zum Mehrheitsaktionär der Marke.
Hoffmann zahlt über seine Investmentgesellschaft Lavender Investments laut Mitteilung insgesamt 28,35 Millionen Euro für Grown Alchemist. Hoffmann ist seit 23 Jahren Teil des L'Occitane-Verwaltungsrats und hatte den Chefsessel von Januar bis Ende März interimsweise übernommen. Zum 1. April machte er Platz für den neuen CEO Laurent Marteau, Hoffmann bleibt laut Unternehmen aber Mitglied des Verwaltungsrats.
Übernahmegerüchte auch um den Gesamtkonzern
Grown Alchemist bietet eine Reihe von Hautpflege- und Schönheitsprodukten an. Der Verkauf ist laut Unternehmen Teil von L'Occitanes Strategie, sich stärker auf seine gleichnamige Hauptmarke zu konzentrieren und damit profitabler zu werden.
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Die L'Occitane-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 3,5 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 3,78 Euro (Stand: 2.4.2024, 11:15 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 12,1 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 70,4 Prozent an Wert gewonnen.
Zuletzt wurde der Kurs von neuen Übernahmegerüchten nach oben getrieben: Im Februar hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass die US-Investmentgesellschaft Blackstone überlegt, L‘Occitane zu kaufen. Erst im vergangenen Jahr hatte die Aktie zwischen September und Ende November 2023 deutlich nachgegeben, nachdem der Milliardär Reinold Geiger, Mehrheitseigner von L’Occitane, seine zwischenzeitlichen Überlegungen verworfen hatte, den Konzern komplett aufzukaufen und von der Heimatbörse in Hongkong zu nehmen (ECOreporter berichtete hier).
L'Occitane meldete gute Umsatzzahlen für das letzte Quartal. Allerdings leidet der Konzern weiter unter Margenproblemen. Ob die Verkäufe von Marken außerhalb des Kerngeschäfts die erhoffte Besserung bringen, ist noch unklar. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Geschäftsjahr 2023/24 von 20 ist auch unter Berücksichtigung der Unsicherheiten im Zuge einer möglichen Übernahme hoch. Sollte die mögliche Übernahme durch Blackstone platzen, wären erneute deutliche Kursrücksetzer keine Überraschung. ECOreporter sieht aktuell erhöhte Risiken bei der L'Occitane-Aktie.
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L'Occitane International SA: