Maersk und Hapag-Lloyd schicken wieder Schiffe über die zuletzt gefährliche Route durch den Suezkanal. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Maersk und Hapag-Lloyd testen Route durchs Rote Meer intensiver

Die Reedereien A.P. Moller-Maersk aus Dänemark und Hapag Lloyd aus Hamburg testen im Rahmen ihrer Schiffspartnerschaft Gemini wieder die wichtige Handelsroute durch das Rote Meer und den Suezkanal. Die Sicherheitsvorkehrungen bleiben hoch.

Wie die Unternehmen mitteilten, wird ab Mitte Februar der Liniendienst IMX, der Indien und den Nahen Osten mit dem Mittelmeer verbindet, wieder über die seit rund zwei Jahren praktisch stillgelegte Route geführt. Alle Schiffe werden demnach von Marineeinheiten eskortiert.

Herausforderung für Pünktlichkeit

Maersk und andere Reedereien haben den Verkehr durch das Rote Meer seit Januar 2024 eingestellt, da die jemenitische Huthi-Miliz wiederholt Handelsschiffe angegriffen hatte. Die vom Iran unterstützte Gruppe begründete die Angriffe mit dem Krieg im Gazastreifen. Schiffe nehmen seitdem die längere Route um das Kap der Guten Hoffnung im Süden Afrikas.

Die beiden Reedereien betonen, dass es sich nicht um eine generelle Wiederaufnahme aller Linien handele, sondern um ein Pilotprojekt. Andere Dienste fahren aktuell weiter den Umweg. Eine Ausweitung ist laut den Konzernen nur bei stabiler Sicherheitslage eine Option.

Die Gemini-Allianz zwischen Maersk und Hapag-Lloyd ist seit Anfang 2025 aktiv. Die Unternehmen werben vor allem mit einer hohen Fahrplanzuverlässigkeit. Die Routenänderungen haben diesen Anspruch erheblich herausgefordert.

Die Maersk-Aktie kostet im Tradegate-Handel aktuell 2.068,00 Euro und hat sich zum Vortag damit kaum bewegt (Stand: 4.2.2026, 10:43 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 0,5 Prozent eingebüßt, im Jahresvergleich legte sie 46,2 Prozent zu.

Maersk hatte bereits im Dezember mit ersten Testfahrten durchs Rote Meer begonnen. Wann eine reguläre Rückkehr auf die Route stattfinden könnte, bleibt vorerst unklar. Ein hohes Risiko für den Konzern sind aktuell die besonders durch die USA verursachten Spannungen in der Weltwirtschaft. Mehr dazu und eine aktuelle Einschätzung der Aktie lesen Sie hier.

A.P. Moller-Maersk A/S Class A:  ISIN DK0010244425 / WKN 861929

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