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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Maersk will Spezialschiff für Windparkbau nicht mehr – Glaube an gestopptes US-Projekt aufgegeben?
Maersk Offshore Wind, eine Tochter des dänischen Logistikkonzerns A.P. Moller-Maersk, hat die millionenschwere Bestellung für ein Windkraftanlagen-Installationsschiff (WTIV) gekündigt. Das Schiff sollte eigentlich beim Bau des Offshore-Windparks Empire Wind 1 des US-Ölkonzerns Equinor eingesetzt werden. Das Projekt wurde von der US-Regierung gestoppt.
Maersk hatte das Schiff bereits 2022 beim Hersteller Seatrium aus Singapur für 475 Millionen US-Dollar bestellt. Seatrium teilte nun mit, dass der Auftrag gekündigt wurde. Das Schiff sei bereits zu 99 Prozent fertiggestellt.
US-Regierung bekämpft Windkraft
Das Schiff war für den Einsatz beim Bau des Offshore-Windparks Empire Wind 1 eingeplant. Das Projekt wurde allerdings im April durch eine Anordnung der US-Regierung gestoppt – trotz Baugenehmigung. Laut US-Innenministerium gibt es Hinweise auf eine "nicht ausreichende Umweltanalyse". Beobachter halten die Gründe für vorgeschoben.
Auch der Bundesstaat New York hatte nach dem Baustopp angekündigt, die Anordnung "bekämpfen" zu wollen. Der Pachtvertrag für Empire Wind wurde bereits im Jahr 2017 abgeschlossen. Das Projekt soll eigentlich in den zwei Phasen Empire Wind 1 (810 Megawatt) und Empire Wind 2 umgesetzt werden. Empire Wind 1 sollte ursprünglich 2027 in Betrieb gehen und dann 500.000 New Yorker Haushalte mit Strom versorgen.
Seit April herrscht aber Stillstand bei dem Projekt. Ob die Pläne in ihrer ursprünglichen Form noch realisiert werden können, ist unklar. Die Kündigung des Schiffvertrags könnte darauf hindeuten, dass Maersk den Glauben an das Projekt verloren hat.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump bekämpft Windkraft aus ideologischen Gründen. Das betrifft nicht nur das Verhindern neuer Projekte, das Weiße Haus versucht auch, genehmigte und im Bau befindliche Projekte aufzuhalten. Für die Entwickler und auch für öffentliche Stellen ist das ein Milliardenrisiko. Im September war ein Projekt des dänischen Energiekonzerns Ørsted per Anordnung gestoppt worden, nach einem Gerichtsurteil darf der Bau des fast fertigen Windparks aber fortgesetzt werden. ECOreporter berichtete hier.
Für einen Überblick zur Windenergiebranche lesen Sie unseren zweiteiligen Überblick zu Windaktien.
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