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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Meyer Burger: Generalversammlung genehmigt umgekehrten Aktiensplit
Das Schweizer Solarunternehmen Meyer Burger hat von seinen Aktionären die Genehmigung für einen umgekehrten Aktiensplit (Reverse Share Split) im Verhältnis 750:1 erhalten. Das würde die Zahl der Aktien deutlich reduzieren, das Papier optisch teurer machen und könnte Kleinaktionäre aus dem Unternehmen drängen.
Gewöhnlich dienen Aktiensplits Unternehmen dazu, eine teure Aktie optisch günstiger erscheinen zu lassen, indem der Börsenwert auf mehr Papiere verteilt wird. Meyer Burger geht den umgekehrten Weg: Je 750 alte Aktien sollen gegen eine neue umgetauscht werden. Der Nennwert jeder Aktie wird damit von 0,01 auf 7,50 Schweizer Franken (7,64 Euro) steigen. Auch der Börsenkurs dürfte ungefähr in diesem Verhältnis zulegen.
Wirtschaftliche Schwierigkeiten bleiben
Der Verwaltungsrat von Meyer Burger will die Aktie durch die Zusammenlegung "für einen breiteren Anlegerkreis attraktiver" machen. Der aktuelle Börsenkurs beeinträchtige die Attraktivität der Aktie bei "bestimmten institutionellen Anlegern, professionellen Anlegern und anderen potenziellen Investoren". Zudem erschwere der derzeitige Kurs die Aufnahme neuen Kapitals.
Anlegerinnen und Anleger, die derzeit weniger als 750 Aktien haben, sollen eine Barabfindung erhalten. Sie werden nach der Zusammenlegung keine Anteile mehr an Meyer Burger besitzen.
Wirtschaftlich steht Meyer Burger schlecht da, das Unternehmen schreibt hohe Verluste. Die Schuld dafür sieht das Unternehmen vor allem in der chinesischen Konkurrenz, die Solarmodule dank staatlicher Subventionen deutlich billiger anbietet als die Schweizer.
In den USA soll die Wende gelingen
Meyer Burger verlegt sein Kerngeschäft aktuell in die USA, weil das Unternehmen dort bessere Marktbedingungen sieht. Das Modulwerk im sächsischen Freiberg ist bereits geschlossen, am gestrigen Dienstag wurde der Produktionsstart des Werks in Goodyear im US-Bundesstaat Arizona verkündet. Die für die Solarmodule nötigen Solarzellen werden aber vorerst weiter aus Sachsen-Anhalt stammen, ein geplantes Solarzellenwerk in den USA befindet sich noch in der Finanzierungsphase.
Die Meyer Burger-Aktie hatte nach der Nachricht über den Produktionsstart in den USA im gestrigen Handel mehr als 20 Prozent gewonnen. Aktuell ist sie auf der deutschen Handelsplattform Lang & Schwarz weitere 5,4 Prozent im Plus und kostet 0,012 Euro (Stand: 26.6.2024, 10:24 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 2,6 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie hingegen knapp 95 Prozent ihres Wertes eingebüßt.
Wie ECOreporter die Meyer Burger-Aktie aktuell einschätzt, lesen Sie hier. Als Schweizer Wertpapier ist die Aktie in Deutschland nur eingeschränkt handelbar (mehr dazu erfahren Sie hier).
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Meyer Burger Technology AG: ISIN CH0108503795 / WKN A0YJZX