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Nach Raketenbeschuss: Maersk stoppt Fahrten durchs Rote Meer – Aktie gewinnt 8 %
Die Großreederei Moller-Maersk lässt bis auf Weiteres keine Containerschiffe mehr durchs Rote Meer fahren. Zuvor waren Frachter des dänischen Konzerns mit Raketen beschossen worden.
Vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen aus dem Jemen greifen seit letzter Woche Schiffe an, die durch das Rote Meer nach Israel fahren. Unbehelligt bleiben nur Frachter, die Hilfsgüter für den Gazastreifen transportieren. Bei den Angriffen wäre am Donnerstag die „Maersk Gibraltar“ fast getroffen worden. Auch ein Schiff der deutschen Reederei Hapag-Lloyd wurde beschossen.
Aktie hat sich langfristig gut entwickelt
Maersk hat alle seine Frachter angewiesen, Fahrten durch die Meerenge Bab al-Mandab vorerst auszusetzen. Man sei zutiefst besorgt über die eskalierte Sicherheitslage im südlichen Roten Meer und im Golf von Aden, teilte das Unternehmen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Auswirkungen auf Kunden will Maersk so gering wie möglich halten.
Der Finanzmarkt reagierte positiv auf die Meldung. Die Maersk-Aktie gewann am Freitag 8 Prozent. Im Tradegate-Handel kostet sie aktuell 1.592,00 Euro (Stand 18.12.2023, 8:50 Uhr).
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Maersk baut derzeit mindestens 10.000 seiner weltweit 110.000 Stellen ab, weil sich nach Rekordjahren die zwischenzeitlich extrem gestiegenen Frachtraten und auch die Auftragseingänge wieder normalisieren. Im letzten Quartal brach der Konzerngewinn von 8,8 auf 0,5 Milliarden US-Dollar ein.
Seit absehbar ist, dass die sehr hohen Gewinne der letzten Jahre nicht von Dauer sein werden, verliert die Maersk-Aktie stetig an Wert. Im Jahresvergleich hat sie 19 Prozent abgegeben. Zuletzt deutete sich eine Erholung an, seit Mitte November hat der Kurs 13 Prozent zugelegt. Langfristig steht die Aktie weiterhin gut da, auf fünf Jahre gesehen beträgt der Wertzuwachs 52 Prozent.
Grünes Ethanol statt Schiffsdiesel
Aus nachhaltiger Sicht erfreulich: Maersk bemüht sich um klimafreundliche Schiffsantriebe und hat mittlerweile 24 Frachter bestellt, die mit grünem Ethanol fahren sollen.
ECOreporter sieht Maersk grundsätzlich weiterhin gut aufgestellt. Der Konzern verfügt als eine der weltgrößten Reedereien über eine hervorragende Marktstellung und hat schon früh angefangen, sich mit Effizienzsteigerungen auf rückläufige Auftragszahlen vorzubereiten. Auch mit geringeren Margen dürfte Maersk weiterhin robuste Gewinne einfahren.
Nach den Kursrückgängen liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie für 2023 bei günstigen 8. Die erwartete Dividendenrendite beträgt attraktive 4,9 Prozent. Wer jetzt einsteigt, sollte einen langen Atem mitbringen und hohe Kursschwankungen aushalten können. 2024 wird Maersk wegen Umstrukturierungen möglicherweise rote Zahlen schreiben, das kann den Aktienkurs zwischenzeitlich weiter sinken lassen.
A.P. Moller-Maersk A/S Class A: