Der niederländische Pensionsfonds PME stört sich am Umgang von US-Finanzkonzernen mit Donald Trump. / Foto: Pixabay

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Pensionsfonds PME stellt Milliarden-Mandate in den USA infrage

Der niederländische Pensionsfonds PME droht US-Vermögensverwaltern mit dem Abzug von Milliarden-Investments, wenn sie eine zu große Nähe zur Trump-Regierung zeigen. Der Fonds sieht einen Konflikt mit seinen Werten. Aktuell steht etwa ein Milliarden-Mandat bei BlackRock infrage.

In einem Interview mit dem Nachrichtendienst Bloomberg geht Daan Spaargaren, Senior-Stratege für verantwortungsbewusstes Investieren bei PME, hart mit amerikanischen Fondsmanagern ins Gericht. "Sie verurteilen nicht, was Trump tut, wie er vorgeht und wie er mit Themen wie dem Klimawandel und der Zerschlagung der Justiz umgeht. Wir sind darüber besorgt", so Spaargaren.

Milliarden-Investment bei BlackRock auf der Kippe?

Aktuell überprüft PME bereits, 5 Milliarden Euro bei BlackRock abzuziehen, dem größten Vermögensverwalter der Welt. Grund ist, dass BlackRock eine Klimaallianz verlassen hat. Eine diesbezügliche Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen. PME verwaltet ein Vermögen von insgesamt rund 57 Milliarden Euro.

Mehrere US-Anbieter mussten bereits Divestments hinnehmen. Anfang des Jahres verlor State Street Mandate in Skandinavien und Großbritannien – ebenfalls aufgrund des Rückzugs aus Klimabündnissen.

Die Trump-Regierung greife die Justiz an, behindere die Energiewende und untergrabe Gleichstellungsinitiativen, so PME-Stratege Spaargaren. Die Finanzbranche müsse darauf reagieren. Lasse man sein Geld weiter von Fondsmanagern verwalten, die ihre Geschäftsausrichtung an die aktuelle US-Politik anpassen, legitimiere man damit das Vorgehen der amerikanischen Regierung.

PME prüft daher nun Anpassungen bei Investitionen und externen Mandaten. Außerdem will der Fonds einen neuen Bewertungsprozess einführen, um zu beurteilen, inwieweit Vermögensverwalter Kriterien wie Unternehmensführung, Vereinigungsfreiheit (das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden) und Umweltstandards einhalten.

Nächste Prüfrunde am 30. Juni

PME arbeitet bislang mit mehreren großen US-Fondsmanagern zusammen. Die nächste Überprüfung der Mandate ist laut dem Pensionsfonds für den 30. Juni angesetzt. Diese jährliche Bewertung ist eigentlich Routine, in diesem Jahr gibt es laut Spaargaren aber "eine neue Situation, was die Haltung der Fondsmanager in den USA angeht".

US-Finanzkonzerne würden "sehr nachsichtig" mit der Entwicklung in den Vereinigten Staaten umgehen und sich diesen Entwicklungen zu sorglos anpassen. Spaargaren befürchtet, dass es sich bei den aktuellen Vorgängen in den USA "um etwas Grundlegenderes handelt als nur um einen Regierungswechsel".

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